Ende 2020 rollt der Ball

Neue Sporthalle kostet zehn Millionen

Langenhagen (gg). An der Konrad-Adenauer-Straße wird eine neue Veranstaltungssporthalle gebaut, mitten im Schulzentrum. Die Aufrechterhaltung des Schulsports soll damit gewährleistet werden, weil die alte Sport- und die alte Turnhalle nicht mehr sanierfähig sind und abgerissen werden müssen. Über den Sinn oder Unsinn der Lage wurde unter den Ratsmitglieder über Monate hinweg politisch diskutiert. Nun gab es in der jüngsten Ratssitzung ein mehrheitliches Ja.
Die CDU- und die SPD-Fraktion folgten der Ausführung der Stadtverwaltung, nach der eine gute Verkehrsanbindung mit ausreichenden Parkplätzen gegeben sei.
Grüne und „Die Unabhängigen“ stimmten dagegen. Dirk Musfeldt (Grüne) hält die Alternativen für nicht geklärt und Wilhelm Behrens (Die Unabhängigen) will erst Lösungen für die fehlenden Parkplatzflächen aufgezeigt haben. BBL, FDP und ein AfD-Ratsmitglied enthielten sich der Stimme. Die Stadtverwaltung erläutert: „Die Sporthalle soll nicht nur für den Schulbetrieb sondern auch für größere Veranstaltungen genutzt werden. Für diesen Zweck wird dann die sanierungsbedürftige Sporthalle an der Robert-Koch-Realschule (RKS) nicht mehr benötigt. Seit Langem wird der RKS-Standort und die damit einhergehende Infrastruktur als nachteilig erachtet, da es im Hinblick auf die verfügbaren Einstellplätze und die Lage im Wohngebiet immer wieder zu Schwierigkeiten kommt. Auch die Mehrfachnutzung durch Schul- und Theaterbetrieb führt immer wieder zu Engpässen.“
Das vom Schwimmbad-Bau bekannte Ingenieurbüro Constrata, bei dem ohnehin die Planung des Neubaus des Gymnasiums und zudem der Teilabriss und Neubau der IGS liegt, wird die sogenannte Totalausschreibung einleiten. Schnell soll es gehen. Möglicherweise kann schon Ende 2020 der Ball in der Drei-Feld-Halle, 1.215 Quadratmeter, rollen. Die Tribüne soll mit 600 Sitzplätze ausgestattet sein. Die Nutzungsfläche beträgt gesamt knapp 2.600 Quadratmeter. Darin sind auch Geräte-, Sanitärräume, das Sportlehrerzimmer oder der Kassenbereich eingerechnet. Rund zehn Millionen Euro werden zu Buche schlagen.