Endlich ein eigenes Vereinsheim

Tastenzauber im neuen Vereinsheim: der Dirigent und musikalischer Leiter Dietmar Steinhaus und ein Teil des Akkordeon-Orchesters. Foto: D. Lange

Akkordeon-Club weiht sein neues Vereinsheim ein

Langenhagen (dl). Gut Ding will Weile haben: 27 Jahre hat es gebraucht von der ersten vagen Idee bis zur Verwirklichung.
Bei einer Auslandsreise im Jahr 1983 kam das erste Mal der Wunsch auf nach einem eigenen Domizil für den Akkordeon-Club, der bisher in der Friedrich-Ebert-Schule seinen Proberaum hatte. Weil der Verein mit seinen 220 Mitgliedern aber endlich unabhängig werden wollte von seinem bisherigen Untermieterdasein, zum anderen auch mehr Platz für Proben und Instrumente benötigte, ging der Vereinsvorstand um Jan Hülsmann und Antje Wöhler auf die Suche nach geeigneten und bezahlbaren Räumlichkeiten in Langenhagen. Sie wurden schließlich nach langer Suche im Gewerbegebiet am Pferdemarkt/Karl-Kellner-Strasse fündig und mieteten hier das 400 Quadratmeter große Obergeschoss eines leer stehenden Lagergebäudes. Die dreieinhalb Monate, die auf die Unterzeichnung des Mietvertrages folgten, waren geprägt von harter Arbeit bei großer Hitze, denn die neuen Räume mussten komplett saniert werden. Es wurden Wände herausgerissen, die Elektrik, Sanitäranlagen, die Küche – alles wurde renoviert und rund erneuert. Die Vereinsmitglieder bekamen bei ihrer monatelangen Arbeit viel Unterstützung von dem Langenhagener Malermeister Ralf Sensing, der auch den Ausbau leitete. Auf diese Art wurden die Vereinsmitglieder fast selbst zu Malern, Klempnern und Elektrikern – learning by doing eben.
Etliche Einrichtungsgegenstände wie Stühle, Tische, die komplette Küche und auch der Teppichboden, der aus einem Casino stammt, konnten günstig angeschafft werden. Besonders beeindruckt ist der musikalische Leiter des Orchesters, Dietmar Steinhaus, von der sehr guten Akustik des großen Proberaums, die mit Hilfe einer speziellen schallschluckenden Tapete und der abgehängten Decke erreicht wurde. Auch hier wurde offenbar ganze Arbeit geleistet. Steinhaus: „Der Klang ist brillant und klar und ich kann jedes Instrument heraushören. Die Akustik ist wesentlich besser, als ich es in vielen Musikschulen erlebt habe.“
Am Sonnabend konnte der Akkordeon-Club endlich voller Stolz seinen Mitgliedern und Gästen, unter ihnen der Ehrenvorsitzende des Vereins, Erich Rudolph, das neue Vereinsheim vorstellen und mit ihnen die offizielle Einweihung feiern.
Jan Hülsmann, Vorsitzender und „Motor“ des Vereins, dankte allen, die am Umbau beteiligt waren und mitgeholfen hatten, das eigene Clubheim zu realisieren. Willi Minne betonte als stellvertretender Bürgermeister die Bedeutung des Akkordeon-Clubs für das Kulturleben: „Der Verein ist auf jeden Fall eine Bereicherung für Langenhagen.“