Energetische Sanierung im Rekordtempo

Sie freuen sich über das vom Umweltzentrum Hannover vergebene Zertifikat (von links): Joachim Brandt, Achim Vogel, Belinda Schenkling und Jörg Nevermann. Foto: K. Raap

Schützengesellschaft feierte den erfolgreichen Abschluss

Langenhagen (kr). Das war schon ein wichtiger Grund für eine kleine Feierstunde: Die Schützengesellschaft Langenhagen von 1908 konnte jetzt die groß angelegte energetische Sanierung ihres Domizils an der Grenzheide abschließen. So gilt es jetzt nur noch, einige Malerarbeiten zu absolvieren und ein paar neue Türen einzusetzen. „Wir haben in den vergangenen Monaten eine grundlegende Modernisierung unserer Anlage durchgeführt“, betonte der Vorsitzende Jörg Nevermann während der Veranstaltung, „um eine erhebliche Minimierung des Energieverbrauchs für Heizung, Warmwasser und Lüftung zu erreichen.“ Die aufwändigen Maßnahmen beinhalteten die grundlegenden Verbesserungen der Dach- und Außenwanddämmungen, den Einsatz modernster Brennwerttechnik und den Austausch der gesamten Fensterfront durch Wärmeschutzverglasung unter Beibehaltung der bewährten alten Architektur. Ein besonderes Dankeschön Nevermanns galt dem 2. Vorsitzenden Gerd Klenke und dem 2. Jugendwart Achim Vogel: „Sie haben mit großem Engagement die Arbeiten vorangetrieben und koordiniert.“ Finanziell unterstützt wurden die Maßnahmen durch die Stadt Langenhagen, den Regionssportbund und vor allem durch das Projekt „e.ecoSport“, das kompetent die Beratungen bei energetischen Sportstättensanierungen übernimmt, verbunden mit einer ausführlichen Umweltberatung. Ein besonderes Lob erhielt der Verein von Belinda Schenkling vom Umweltzentrum Hannover: „Bisher wurde noch keine Sportstätte innerhalb von nur eineinhalb Jahren derart komplett renoviert.“ Als erfreuliches Resultat der Aufwendungen nannte sie zwei Zahlen: „Die Maßnahmen erbrachten für den Verein eine Senkung der Energiekosten von 26 Prozent, was eine jährliche Ersparnis von etwa 1.800 Euro bedeutet. Darüber hinaus kam es zu einer Minderung des Kohlendioxydausstoßes von jährlich 4770 Kilogramm und zu einem erfreulichen Beitrag zum Klimaschutz.“
Zur Vorgeschichte: Im Jahr 1958 feierte der Verein nicht nur sein 50-jähriges Jubiläum, sondern auch die Eröffnung des neugestalteten Domizils. Architekt Heinz-Adolf Kleinschmidt erhielt damals für seinen interessanten harmonischen Entwurf, der einen hohen Wiederkennungswert garantierte, Lob von allen Seiten. In den bis heute folgenden 55 Jahren wurden natürlich immer wieder die üblichen Renovierungsarbeiten erforderlich, doch in den letzten Jahren spitzte sich die Lage dramatisch zu: Bei stärkeren Regenfällen mussten immer wieder Eimer zum Auffangen des Niederschlags eingesetzt werden, und der Heizölverbrauch erreichte ständig neue Rekordwerte. Der Vereinsvorstand war sich einig, dass hier nur noch eine tiefgreifende energetische Sanierung helfen konnte. Ein schöner Nebeneffekt: Der erfolgreiche Abschluss der Arbeiten erfolgte jetzt genau in dem Jahr, in dem die Schützengesellschaft Langenhagen 105 Jahre besteht.