Energieverbrauch geschätzt

Warenströme im globalen Handel: Schüler des achten Jahrgangs im Lehrgang der Klimaschutzagentur.

Klimaschutzagentur: Information für Schüler

Langenhagen. Die achten Klassen des Gymnasiums Langenhagen haben sich mit Eckhard Steinmüller vom Jugendverein Janun, der Politiklehrerin Stefanie Matthias und der Umweltbeauftragten Marlies Finke auf CO2-Spurensuche begeben. Die Klimaschutzagentur Region Hannover trägt die Kosten dieser Umweltbildungsaktion.
Fokus der alternativen Stadtführung ist der alltägliche Konsum und was diese Produkte mit dem Klimawandel zu tun haben. An drei verschiedenen Stationen rund ums Stadtzentrum wurden die Themen Ernährung, Mobilität und Klamottenkauf unter dem Klimathema spielerisch untersucht.
Nachdem der Klimawandel zunächst gemeinsam mit Fragen und Antworten erarbeitet wurden, ging es zum Wochenmarkt, Thema Ernährung. Es sollte geschätzt werden, wieviel Klimagase die verschiedenen Lebensmittel verursachen – angerichtet waren Gurke, Brot, Ei, Rindfleisch und Apfel. Die Schüler erkannten schnell, dass die Rindfleischproduktion wohl am meisten Klimagase verursacht. Viele Faktoren leisten in der Erzeugungskette einen Beitrag: Futteranbau in Deutschland oder Brasilien, Transport, Methanausgasung, Bau von belüfteten, beheizten Ställen mit Landschaftsverbrauch. Antworten formulierten die Schüler entsprechend. Weniger Fleisch essen, saisonal und regional einkaufen sind Handlungsmöglichkeiten.
Bei einem Textilgeschäft war der nächste Stopp. Wieviel Energie verbraucht eine Jeans auf ihrer Reise in den Laden? Die Antworten der Schüler schwankten zwischen 500 bis 100.000 Kilometern. Nach Auskunft von Janun verbraucht die Jeans tatsächlich eine Weltreise mit rund 40.000 Kilometern. Der Lebenszyklus der Jeans wurde von der Produktion der Baumwolle in Indien, Näharbeiten in China, Färber- und Webarbeiten bis zum Verkauf untersucht. Auch lasse sich das Kaufverhalten ändern.
Zum Schluss stand die Gruppe an der S-Bahnhaltestelle Zentrum zum Thema Mobilität. Mit Flatterband und Schildern zu den verschiedenen Verkehrsformen – Bus, Bahn, Flugzeug, Auto, Fahrrad und zu Fuß – wurden die CO2-Verursacher dargestellt.