Entschädigungen bei Fluglärm

Hinweise der Fluglärmkommission

Langenhagen. Die Kommission zum Schutz gegen Fluglärm und gegen Luftverunreinigung durch Luftfahrzeuge für den Flughafen Hannover-Langenhagen – so der offizielle Name – hat die Aufgabe, Möglichkeiten zur Minderung der Lärm- und Luftbelastung für die Anwohnerinnen und Anwohner des Flughafens als Empfehlung an die Luftaufsicht (Wirtschaftsministerium) und die Flugsicherung zu geben.
Die Kommission hat sich bei ihrer letzten Zusammenkunft mit den Entschädigungen für den Schallschutz befasst. Als Folge der Sitzung will die Fluglärmkommission die Anwohner des Einzugsbereiches des Flughafens auf einige Punkte hinweisen.
Im Rahmen eines freiwilligen Schallschutzprogramms der Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH wurden bei Anwohnern des Flughafens in der Zeit von 1996 bis 1999 Schallschutzfenster verbaut. Der Flughafen legt nun ein freiwilliges Fensterwartungsprogramm für die betroffenen Anwohner auf, welches durch die Hannover anfliegenden Fluggesellschaften teilweise refinanziert wird. Die Anwohner wurden bereits davon in Kenntnis gesetzt. Das Programm umfasst die kostenfreie fachmännische Überprüfung der Fenster auf Dichtigkeit und Funktionalität in etwa 1.000 Wohneinheiten. Dabei werden gegebenenfalls Fensterflügel justiert, Dichtungen und Beschlagsteile kontrolliert und bei Bedarf ausgetauscht. Das Wartungsprogramm beginnt Ende August 2015 und läuft bis etwa Ende des ersten Quartals 2016.  
Besonders sollen Flughafenanrainer auf Schallschutz nach dem Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm hingewiesen werden. Für die Antragstellung zur Erstattung von Aufwendungen für bauliche Schallschutzmaßnahmen sind die Bauaufsichtsbehörden der Städte Langenhagen und Garbsen sowie der Region Hannover für die Gemeinde Isernhagen zuständig. Die Betroffenen sollten sich an diese Stellen wenden, um weitere Informationen zu erhalten, in welchen Bereichen der Nachtschutzzonen ihre Wohnungen liegen.
Besonders wird darauf aufmerksam gemacht, dass nach dem Fluglärmgesetz Anspruchsfristen zu beachten sind. Nach Ablauf der Frist können keine Ansprüche mehr geltend gemacht werden. Je nach Betroffenheit endet die Frist entweder in Kürze, sprich am 21. September diesen Jahres oder erst am 21. September 2020.