Entscheidungen wieder verschoben

Probleme beim Theatersaal und beim Wohnungsbau

Langenhagen (gg). Wieder keine Entscheidungen gab es in der jüngsten Sitzung des Stadtplanungsausschusses zu der Sanierung des Theatersaals und zu der Wohnbebauung an der Stadtparkallee. Mehrfach wurde seitens der Stadtverwaltung dazu informiert und mehrfach diskutierten die Ratsfraktionen ohne Ergebnis. Das ECHO berichtete Anfang Februar, dass sich die Sanierungskosten des Theatersaals vervierfachen werden, das wurde nach einer umfangreichen brandschutztechnischen Überprüfung bestätigt. Rund zwei Millionen Euro sind nun nötig, wenn es eine Balkon-Erweiterung und Bühnentechnik geben soll, die professionelle Theaterpräsentationen möglich machen. Mit dem Hinweis „Es gibt keine Alternative“ sprachen sich Wolfgang Langrehr (SPD), Dirk Musfeldt (Grüne) und Dietmar Grundey (CDU) für die Vollsanierung aus. Da die Kosten nicht im von Bürgermeister Mirko Heuer eingebrachten Haushaltsplan abgebildet sind und keine ausgleichenden Einsparungen gegengerechnet werden können, bleibt die Finanzierung offen. „Ein unhaltbarer Zustand“, so der Protest von SPD und Grünen, sodass als Nächstes nicht-öffentlich dazu beraten werden soll. BBL-Ratsherr Jens Mommsen sprach sich gegen die Investition von zwei Millionen und für den Bau einer neue Versammlungsstätte aus, die im Rahmen der Rathaus-Erweiterung im Zentrum zu integrieren sei: „Zufahrtswege und Parkplätze werden in der engen Rathenaustraße den Ansprüchen nie genügen. Da ist alles zugeparkt, im Notfall kommt da keiner durch.“
Eine vehemente Ablehnung mit Verweis auf rechtliche Probleme sprach Stadtbaurat Carsten Hettwer zum SPD/Grünen-Antrag „Wohnbebauung an der Stadtparkallee“ aus. Die Forderungen nach einem Anteil von Belegrecht-Wohnungen sowie der Senioren-Wohngemeinschaft seien Zusätze, die im ursprünglichen Bieterverfahren für die Vergabe an einen Investor noch nicht enthalten waren. „Die Forderungen haben Einfluss auf wirtschaftliche Rahmenbedingungen und stellen den von der Stadt gezahlten Grundstückskaufpreis infrage“, ergänzte er. Nicht nachgeben wollten SPD und Grüne. Alle Fraktionen werden zunächst weiter beraten, bevor das Thema wieder auf die Tagesordnung kommt.