"Entsorgungsmentalität hat keine Chance"

Die Konfirmanden durften Urnen selbst bemalen.

Viele Gestaltungsmöglichkeiten bei Urnen

Langenhagen. Vor Kurzem besuchten zwei Konfirmandengruppen der Emmauskirche das Bestattungsinstitut Richard Eggers. Nach einer Einführung durch Bestatter Bernd Vogel zum Bestatterberuf, stellten die Konfirmanden, die in den Unterrichtsstunden unter Aufsicht von Pastorin Schulz-Grave zusammengestellten Fragen zu den Themen Tod und Sterben. Darunter waren auch persönliche Fragen an den Bestatter wie etwa ob der Bestatter bei einer Bestattung schon einmal geweint hat oder ob er an Gott glaubt. Die aufgebaute Dekoration in der eigenen Kapelle an der Walsroder Straße 30c, die beispielhaft eine Urnenaufbahrung, eine Sargaufbahrung und eine Seeurne im Wasserbecken zeigte, führte zu weiteren Fragen, die beantwortet wurden. Am Ende durften die Konfirmanden vier Urnen selbst bemalen. Thema: Was würden die Konfirmanden auf die Urnen malen, wenn sie die Urne für einen Angehörigen bemalen würden? „Ich hoffe, dass diese Aktion hilft, sich später einmal zu erinnern, dass es viele Gestaltungsmöglichkeiten bei einer Bestattung gibt, sodass die Entsorgungsmentalität keine Chance hat“, so Bestatter Bernd Vogel. Die Urnen sind im Schaufenster im Büro an der Niedersachsenstraße zu besichtigen.