Er bleibt bei seiner Linie

Präsenz ist für ihn äußerst wichtig: Rainer Fredermann.Foto: O. Krebs

Rainer Fredermann (CDU) will erstmals in den Landtag einziehen

Langenhagen (ok). Politik ist sein Hobby – seit 1995 gehört der Christdemokrat Rainer Fredermann dem Ortsrat Wettmar an, ist seit 2001 sogar Ortsbürgermeister des Ortsteils der Stadt Burgwedel. Dem Stadtrat in Burgwedel gehört Fredermann seit 1996 an; der Regionsversammlung seit vergangenem Jahr. 1986 war der gelernte Bankkaufmann Fredermann in die CDU eingetreten – nicht zuletzt, weil ihm die SPD zur damaligen Zeit „zu links war“ und er seine politischen Vorstellungen in den Zielen der CDU fand. Für Politik interessiert hat sich Rainer Fredermann aber schon immer; Gemeinschaftskunde, Geschichte und Politik waren schon immer seine Leib- und Magenfächer, in denen er stets die besten Noten erzielt habe.
Und nun nimmt er einen zweiten Anlauf, was die Kandidatur um ein Landtagsmandat angeht. Vor der Wahl 2003 noch gegen Emil Brockstedt unterlegen, setzte er sich 2012 im internen Wettstreit gegen den Kaltenweider Marc Dennis Münkel durch.
Was den Politikstil angeht, so imponiert ihm der Ministerpräsident. „David McAllister nimmt sich viel Zeit für die Menschen, ist auf Augenhöhe und dicht an den Bürgerinnen und Bürgern dran“, sagt Rainer Fredermann, Vertriebsleiter bei der Sparkasse Hannover. Dabei zeige er sich unaufgeregt, cool und entspannt, lasse sich nicht treiben und bleibe bei seiner Linie.
So wolle er auch agieren, wenn er in den Landtag einziehe, und das am besten in der Regierung. Denn – und da hält es Fredermann ausnahmsweise mit dem Sozialdemokraten Franz Müntefering – Opposition sei Mist, mit den besten Ideen habe man nichts zu melden.
Der 53-jährige Rainer Fredermann, der schon seit fast 28 Jahren verheiratet ist und zwei erwachsene Töchter im Alter von 22 und 24 Jahren hat, verfolgt klare Positionen. Anpacken kommt vor den Christdemokraten an erster Stelle. Beruflich hatte er schon in allen drei Kommunen des Wahlkreises zu tun, verfolgt die Geschehnisse in Langenhagen intensiv und steht auch in ständigem Austausch mit seinen Langenhagener Kollegen Marco Zacharias und Mirko Heuer. Viele Einrichtungen in der Flughafenstadt hat Fredermann schon besucht und Themen wie Stadtbahnverlängerung und Bad sind ihm natürlich auch in seiner Funktion als Regionsabgeordneter nicht unbekannt. Was die Zukunft der Geburtsabteilung der Paracelsus-Klinik angeht, äußert sich der Burgwedeler Fredermann salomonisch: „Es ist gut, wenn sie doch noch erhalten werden könnte. Wenn sie dennoch geschlossen wird, stellt das Krankenhaus in Großburgwedel eine gute Alternative dar.“
Für ihn ist es jedenfalls wichtig, immer präsent zu sein und auch mit seinen politischen Mitbewerbern fair und vernünftig umzugehen. Verunglimpfungen seien nicht sein Stil, bei gemeinsamen Projekten für die Kommunen im Wahlkreis sollten doch alle das gleiche Ziel verfolgen. „Die Menschen müssen verstehen, was ich meine, und wir müssen gemeinsam etwas für die Bürgerinnen und Bürger in Langenhagen, Burgwedel und Isernhagen erreichen“, so Fredermann, der Mitglied im Schützenverein ist und der Freiwilligen Feuerwehr angehört.
Beibehalten will er im Falle seiner Wahl auf jeden Fall seine mittwöchliche Sprechstunde, um ständig für die Menschen ansprechbar zu sein. Denn: „Ich kann den Satz 'Sind schon wieder Wahlen?' nicht hören.“