„Er macht das mit Herzblut“

Nahm sich viel Zeit für seine Fans: Torsten Legat mit Corinna Wockenfuß. (Foto: O. Krebs)

Ex-Bundesligaspieler Thorsten Legat kam bei Auftritt im CCL richtig locker rüber

Langenhagen (ok). Ob er diese Prognose nach dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Mexiko auch noch abgeben würde? Beim WM-Talk am Sonnabend im CCL war für Ex-Bundesligaprofi Thorsten Legat noch optimistisch: Deutschland wird wieder Weltmeister! In Sachen Personalplanung des Bundestrainers übte der gebürtige Bochumer allerdings in weiser Voraussicht Kritik. Sandro Wagner hätte er auf jeden Fall mitgenommen; mit seiner Power hätte er eine Menge bewirken können. Im Gegensatz zu den deutschen Kickern am Sonntagabend präsentierte sich der 49-jährige Thorsten Legat in Bestform, trat sympathisch und authentisch auf. Locker plauderte er im CCL über seine lange Karriere, die Fußball-Weltmeisterschaft und auch über seine eigene Zukunft. Legat will es noch einmal wissen, tritt im September in Köln in einem Kampf im Mixed Martial Arts gegen einen wesentlich jüngeren Gegner an. Und auch beim Torwandschießen von HAZ/NP zeigte Thorsten Legat seine Klasse, setzte sich unter anderem gegen den früheren KK-Landesligakicker Kai Schindler durch. „Beim ZDF-Sportstudio habe ich mal mit vier Treffern gegen Tennisspielerin Anke Huber gewonnen“, plauderte Thorsten Legat, der auf Einladung der Interessengemeinschaft des Einkaufzentrums City Center Langenhagen gekommen war, aus dem Nähkästchen. Später schrieb Legat bereitwillig Autogramme, ließ sich gern mit seinen zahlreichen Fans ablichten. Und Alexandra, Ehefrau des durchtrainierten Sportlers, bestätigte: „Das ist keine lästige Pflicht für ihn. Er macht das mit Herzblut.“ Gerade für die Kids nahm sich Thorsten Legat viel Zeit, schrieb viele persönliche Widmung. So bekam Werder-Fan Tom Winnefeld herzliche grün-weiße Grüße mit auf den Weg. „Unsere Kinder sind das Wichtigste“, so der frühere Berufskicker, der bei allen gleichermaßen gut ankam, die weiblichen Fans herzte und die männlichen Anhänger handfest und kumpelhaft umarmte. Beim Meet & Greet in der Geschäftsstelle von ECHO, HAZ & NP stellte er auch seine Fähigkeiten am Tischkicker unter Beweis, gab zum Beispiel Anekdoten aus seiner Bremer Zeit zum Besten. Damals regierte offensichtlich nicht nur König Otto, sondern auch seine Gattin Beate. Thomas Legat blieb seiner Linie aus Profizeiten treu, zeigte auch beim Besuch im CCL „klare Kante“. Er habe zwar auf dem Feld oft eine harte Gangart an den Tag gelegt, aber in seiner langen Laufbahn nur eine gelb-rote Karte kassiert. „Und das auch noch zu Unrecht.“ Sein härtester Gegner: „Das war der Franzose Desailly. Der war aber auch acht Meter hoch und neun Meter breit“, scherzte Legat. Also etwa so ähnlich wie die Ausmaße seines Freundes Marco Brandes, Personenschützer und Chef von MBL Security. Brandes hatte den Kontakt zu Legat hergestellt. Er hatte sich riesig gefreut, den Pfundskerl wiederzusehen. Und als solcher präsentierte sich der ehemalige Bundesligaprofi den ganzen Tag über.