Er wird jetzt schmaler und länger

Legten Hand an den Spaten: die Architekten Ansgar Wiegmann und Carola Diestelmeier, Stadtbaurat Carsten Hettwer, Bürgermeister Mirko Heuer sowie der FDP-Bundestagsabgeordnete Grigorios Aggelidis. (Foto: O. Krebs)

Haus der Jugend – Kosten für neuen Nordtrakt liegen bei 1,9 Millionen Euro

Langenhagen (ok). Das Haus am Langenforther Platz hat durchaus eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Entstanden ist der Mitteltrakt 1936 und 1937, und als sich Brink und Langenhagen am 1. April 1938 zur neuen Großgemeinde Langenhagen zusammengeschlossen hatten, wurde hier die neue Gemeindeverwaltung installiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt das Rathaus 1953 den südlichen Anbau mit dem Ratssaal, 1959 den nördlichen Flügel an der Godshorner Straße. Im Ratssaal verlieh der damalige Innenminister Hinrich Wilhelm Kopf die Urkunde über die Stadtrechte; 1961 winkte Willy Brandt vom Rathausbalkon den Langenhagenern zu. 1984 schließlich bezog die Verwaltung das Rathaus in der Stadtmitte und das ehemalige Rathaus wurde zum „Haus der Jugend und des Sports“.
Stadtbaurat Carsten Hettwer: „Der Nordtrakt ist jetzt Geschichte ist nun notwendig geworden, da eine barrierefreie Anbindung des Treppenhauses und des Aufzuges zum Mitteltrakt unwirtschaftlich ist, denn alle Etagen waren auf verschiedenen Höhen.“ Zudem schließe der Aufzug nun auch das Dachgeschoss des Mitteltraktes, und damit gibt es dort für die soziale Gruppe den notwendigen zweiten Fluchtweg.“ Auch die Anlieferung in den Keller mit der Fahrradwerkstatt werde einfacher. Zum Bau: Der Nordtrakt werde jetzt schmaler und länger und habe dadurch mehr Schall schützende Funktion für den Innenhof und den Südtrakt. Was ist vorgesehen? Im Erdgeschoss entsteht ein großer multifunktionaler Raum für offene Jugendarbeit und auch eine Ausgabeküche. Im Obergeschoss entstehen Gruppenräume, Tonstudio, Hausaufgabenräume und ein offener Internetbereich. Im Dachgeschoss sind Büroräume und ein Besprechungsraum mit Teeküche vorgesehen.
Der weitere Zeitplan: Im Mai beginnen die Rohbauarbeiten, Mitte August kommt der Zimmerer. Im September soll Richtfest gefeiert werden, bevor der Dachdecker und Fensterbauer kommt. Der Innenbau beginnt Anfang November. Und im zweiten Quartal 2019 soll der Anbau fertiggestellt sein. Die Bruttogrundfläche liegt bei 655 Quadratmetern; die Kosten bei 1,9 Millionen Euro. Die Zuschüsse liegen bei etwa 800.000 Euro.