Erfahrung aus dem Nahtod

Die Autorin Sabine Mehne liest am 10. April im Treffpunkt aus ihrem neuen Buch. (Foto: x)

10. April: Lesung und Gespräch im VHS-Treffpunkt

Langenhagen. "Schwerelos, leicht und frei, eingehüllt in helles, warmes Licht", so beschreibt Sabine Mehne ihre Nahtod-Erfahrung. "Worte können das Erlebte nur unzureichend fassen", so die Autorin. Doch in ihrem Buch „Licht ohne Schatten, Leben mit einer Nahtoderfahrung“ schildert sie, welchen Einschnitt diese intensive Erfahrung für ihr Leben bedeutet hat. Im Jahr 1995 erkrankte die Physio- und Familientherapeutin an Krebs. Während eines lebensbedrohlichen Zustands erlebt sie, wie sie ihren Körper verlässt. Sie sieht sich von oben, spürt eine große Freiheit und Liebe und blickt auf ihr bisheriges Leben mit allem Schönen, aber auch Schwierigem zurück. „So gehen zu können, muss sehr, sehr schön sein“, sagt Sabine Mehne und beschreibt die Rückkehr in ihren kranken Körper als schwer zu akzeptieren. Sie wird wieder gesund, doch insgeheim sehnt sie sich zurück in den paradiesischen Zustand, den sie erleben durfte. Ihre intensive außerkörperliche Erfahrung ist ihr gleichzeitig ein Rätsel. Sie begreift nicht, dass sie eine Nahtod-Erfahrung gemacht hat und fürchtet, nicht ernst genommen zu werden. Erst Jahre später kann und will sie ihre Erfahrungen mit anderen teilen.
Eindringlich und doch leicht, mit Poesie und feinem Humor nähert sich Sabine Mehnes Bericht den existenziellen Fragen nach Leben und Tod. Eigentlich müsse sie, so die Autorin, von einer Lebenserfahrung sprechen, nicht von einer Nahtod-Erfahrung, weil die erlebte Nähe zum Tod ihr Leben so sehr bereichert und verändert habe.
Die VHS lädt zur Lesung und Diskussion mit das Autorin am Mittwoch, 10. April, um 19 Uhr im Treffpunkt, Konrad-Adenauer-Straße 15, ein. Der Eintritt kostet 8 Euro. Weitere Informationen: Telefon (0511) 73 07 97 09.