Erfahrungen aus Bremen nutzen

Heike Wohltmann (von links), Carolin Ottensmeyer und Martin Karsten leisten Unterstützung für die Belebung der Walsroder Straße. (Foto: G. Gosewisch)

Dienstleister managen Laden-Leerstand

Langenhagen (gg). Ist-Zustände erfassen und analysieren gehört zum Projekt Sanierungsgebiet Walsroder Straße. Die Stadtverwaltung beauftragt dafür externe Dienstleister. Von Bremen aus arbeiten seit Mitte Juni die Planer Martin Karsten und Heike Wohltmann. Sie bringen Erfahrung bei der Beurteilung von Geschäftsstraßen mit. Das bei Beginn des Sanierungsgebiet-Projekts im Jahr 2015 formulierte Ziel, die Ladengeschäfte zwischen Elisabeth-Arkaden und Pferdemarkt attraktiver gestalten zu wollen, gilt nach wie vor und ist der weitere Arbeitsauftrag für die Bremer Planer. Für Herbst und Winter soll es Gespräche mit Eigentümern und Gewerbetreibenden geben. „Wir wollen auf die Belange der Geschäftsleute eingehen“, sagt Carolin Ottensmeyer seitens der Stadtverwaltung beim Pressetermin auf der Walsroder Straße im Bereich der Elisabethkirche. Gleich nebenan ist der Leerstand in den Ladenlokalen ortsbildprägend. „Wenn wir eine Mittler-Funktion einnehmen, ist von Vorteil, wenn wir ein Wir-Gefühl unter den Geschäftsleuten erreichen“, sagt Martin Karsten. Heike Wohltmann betont: „Aktionen zu planen, muss von den Geschäftsleuten ausgehen. Wir können nur beraten.“ So nehme sie gerne Ideen auf, versuche zu vermitteln. Geben wird es einen Verfügungsfonds. Hinter dem Wort verbirgt sich ein „einfach und unbürokratisch nutzbares Budget für kleinere Maßnahmen“, so Christine Söhlke, Planerin in der Stadtverwaltung. Denkbar seien besondere Schaufenster-Gestaltungen, Straßenfeste oder Werbung. Leerstand könne gemanagt werden. Ein Beispiel sei das Installieren von Kunstprojekten, bis ein neues Geschäft eröffnet. „Je nachdem, ob es Eigentümern gelingt, die Ladenlokale zu vermieten und interessante Angebote für Kunden zu schaffen, kann eine Belebung der Straße folgen“, erklärt Martin Karsten mit Blick auf die „drei funktionierenden Inseln“ Café Emma, Gewerbepark Ungruh und Elisabeth-Arkaden. Die Frage sei, ob es anzustreben ist, diese zu verbinden oder ob diese Idee (zum Teil) aufgegeben werden sollte.