„Erfreulich unauffällig“

Leiter des ESD Jörg Schmelzer (von links), Kommissariatsleiter Klaus Waschkewitz und Pressesprecher Manfred Pätzold. (Foto: G. Gosewisch)

Polizei stellt Verkehrsunfallstatistik vor

Langenhagen (gg). „Keine Zunahme, sondern eine Abnahme“ konstatiert Klaus Waschkewitz, Leiter des Kommissariats Langenhagen, zur Entwicklung der Verkehrsunfälle des vergangenen Jahres im Vergleich zu 2011. „Immer schon liegt die Gesamtzahl der gemeldeten Unfälle etwa zwischen 1.350 und 1.400“, so seine Auskunft, unauffällig erfreulich sei daher die Zahl 1.387 für 2012, ein Rückgang um 3,4 Prozent. Das bestätigt sich auch in der Einzelbetrachtung. Konstant oder marginal verändert hat sich die Zahl der bei der Polizei Langenhagen registrierten Unfälle mit Personenschäden. Dasselbe gilt für die Unfälle mit unerlaubtem Entfernen vom Unfallort. Bei Unfällen mit Beteiligung von Fußgängern gab es einen Rückgang auf 29 von 41 in 2011. Eine Zunahme registrierte die Polizei bei Unfällen unter Alkoholeinfluss und bei Unfällen mit Beteiligung von Radfahrern. Nur eine Person kam auf Langenhagener Straßen in 2012 zu Tode. „Das war ein Unfall eines einzelnen PKW auf der Resser Straße kurz vor Engelbostel“, klärt Jörg Schmelzer, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes (ESD), auf. In der Statistik keine Auffälligkeiten gibt es bei den Unfällen mit verletzten Personen, gezählt wurden 16 schwerverletzte und 227 leichtverletzte. Schulwegunfälle wurden insgesamt fünf gezählt, die passierten an fünf verschiedenen Orten. Zahlenmäßig ins Gewicht fallen die so genannten Parkplatzschäden, das sind zum Beispiel bei der Polizei gemeldete Kratzer an geparkten Fahrzeugen. „Bei der Aufklärung sind hier Zeugenhinweise sehr wichtig, damit wir überhaupt Ermittlungsansätze haben, erklärt Schmelzer. Im unerfreulichen Trend sieht er die steigende Zahl der Trunkenheitsfahrten und Fahrten unter Drogeneinfluss. „Entsprechende Fahrzeugkontrollen gehören zum Alltagsgeschäft“, so sein Hinweis. Weiter aufrecht erhalten wird die Polizei den Kontrolldruck, kündigt Schmelzer an. Ziel sei es, die Unfallursachen zu minimieren und dazu gehören Überprüfungen der Verkehrsteilnehmer, Kraftfahrer und Radfahrer gleichermaßen. Mit Kontrollen zweimal im Monat sei zu rechnen.