Erinnerungen und Fantasie wurden verwoben

Bastelarbeiten mit Tiefgang präsentierten die Schüler beim Abschluss-Treffen der Kunstvermittlung. (Foto: G. Gosewisch)

Kunstvermittlung des Kunstvereins kam gut an

Langenhagen (gg). Bekannt und bewährt ist die Kunstvermittlung des Kunstvereins, die parallel zu Ausstellungen angeboten wird. Je nach Anfragen werden individuell passende Konzepte erstellt. So können Jung und Alt, große oder kleine Gruppen mitmachen. Nun gab es eine besondere Kooperation, indem Grundschüler und Senioren gemeinsam an einem Workshop teilnahmen. Unter dem Titel „Dialog der Generationen“ betreuten die Vermittlerinnen Kathrin Apelt und Janine Lücke fünf Wochen lang zehn Schüler der Montessori Schule und acht Bewohner des Altenzentrums Eichenpark zwecks Weiterentwicklung der Kunstausstellung mit dem Arbeitstitel Angst von der bekannten Künstlerin Annette Weisser, die in den Räumen des Kunstvereins, Walsroder Straße 91A, zu sehen ist. Annette Weisser beschäftigt sich mit der diffusen Angst, die eine ständige Lebenslast statt Leichtigkeit formt. Dabei orientiert sie sich an für sie prägenden Jugenderfahrungen: Das Stillschweigen der Nachkriegsgeneration, das sich als emotionaler Druck fortsetzt.
Diese Motivation moderierten Kathrin Apelt und Janine Lücke im Workshop. Die Senioren erzählten Geschichten aus der Erinnerung, die Schüler aus ihrer Fantasie. Assoziationen wurden gesammelt und hineingewoben. Sowohl die Schüler als auch die Senioren überprüften ihre eigenen Fähigkeiten und Lösungswege, mit Angst umzugehen. So wurden Geschichten von Helden und guten Geistern entwickelt, die der Erfahrung nach bereits geholfen haben und aus Sicht der Schüler helfen werden. Bei einem Abschluss-Treffen zeigten die Schüler Bastelarbeiten, darunter Fabelwesen mit fantastischen Kräften. „Es ist schön Leute zu treffen, mit denen man gut sprechen kann“, so der Tenor unter einigen Senioren.