„Erkennt die Kamera Gefühle?“

Anika Bernstein (von links), Jan Bohland und Gazal Malkac räumten in der Pause das Chromatografie-Experiment der Grundschüler von den Tischen, um weiteres vorzubereiten. (Foto: G. Gosewisch)

Uni-Projekt bot Schülern knifflige Fragen

Langenhagen (gg). Jan Bohland, Student der Physik und Geografie, und Gazal Malkac, Studentin im Fach Soziale Arbeit, hatten an der Friedrich-Ebert-Schule leichtes Spiel. Für Schüler des vierten Jahrgangs boten sie eine Unterrichtseinheit mit Experimenten und trafen auf sehr interessierte Schüler. „Es ist toll, sie haben sehr gut mitgemacht und sind auch zu Beginn schnell ruhig geworden, damit es losgehen kann, das ist nicht überall so, wo wir zu Gast sind“, sagte Jan Bohland. Sein Ziel ist es, Lehrer zu werden, da kommt ihm das Projekt „Leibniz JuniorLab“ der Universität Hannover gerade recht. Das Projekt ermöglicht es Studenten, mit einem mobilen Labor zum Experimentieren an Grundschulen Station zu machen und Naturwissenschaftliches zu vermitteln. „Man kann nicht früh genug anfangen“, sagte Jan Bohland mit einem Schmunzeln, denn Spannendes zum Lernen zu bieten, sei das eine, die Klasse im Griff zu haben, das andere. Anika Bernstein stimmte zu. Die Klassenlehrerin an der Friedrich-Ebert-Schule hat schon viel Erfahrung und daher einige Tricks parat, für Ruhe zu sorgen. Sie schätzt den Impuls, der von den Studenten an die Schüler gegeben wird. „Motivation und Perspektive für Naturwissenschaften zu geben, ist ganz wichtig“, sagte sie. Erstaunlich viele Themen brachten die Studenten bei den Schülern unter. Was Chromatografie ist, wurde ebenso geklärt, wie die Funktion einer Wärmebildkamera. Knifflige Fragen gab es reichlich. „Kann eine Kamera Gefühle erkennen?“, gehörte dazu und wurde gemeinsam mit Ja beantwortet, sofern es eine leistungsstarke Wärmebildkamera ist, denn die macht sogar einen geringen Anstieg der Körpertemperatur sichtbar, die sich einstellt, wenn Emotionen aufkommen.