Erkenntnisse der Erkundung bewerten

Die Wintermonate werden bei der Feuerwehr vorwiegend für Schulungen genutzt.

Ausbildungsdienst bei der Feuerwehr gestaltet wie in der Schule

Krähenwinkel. In den Wintermonaten findet ein Großteil der Ausbildung bei den Feuerwehren in den Schulungsräumen der Ortswehren statt. Unterrichte sowie die jährlichen Pflichtbelehrungen laufen überwiegend in dieser Jahreszeit abgehalten.
Bei der Ortsfeuerwehr Krähenwinkel stand der so genannte Führungsvorgang im Einsatz- auf dem Unterrichtsplan. Nicht jedes Mitglied einer Feuerwehr ist als Führungskraft ausgebildet, da diese Lehrgänge nur in geringen Stückzahlen zur Verfügung stehen und somit an die Einsatzkräfte ausgegeben werden, die auch solch eine Funktion in der Wehr ausüben. Die kleinste Führungsausbildung ist der Truppführer der einen einwöchigen Besuch an der „Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz“ (NABK) fordert. Gruppen- und Zugführer sind die weiterführenden Ausbildungen im Bereich der Führungskräfte welche jeweils einen Lehrgang von zwei Wochen erfordern. In allen Lehrgängen muss eine schriftliche sowie praktische Prüfung bestanden werden.
Um mehr Verständnis für manche Procdere der Führungskräfte im Einsatz zu gewinnen, sowie im Einsatz besser unterstützen zu können, arbeitete der stellvertretende Ortsbrandmeister Kai Jüttner einen Ausbildungsabend für die gesamte Ortswehr zu diesem Thema aus. Zu Beginn wurde der Führungsvorgang in allen Einzelheiten erläutert. Abläufe der Erkundung am Einsatzort, die aus der Erkundung gewonnen Erkenntnisse zu bewerten sowie die richtige Wahl der verschiedenen Taktikvarianten zu treffen, unter Abwägung ihrer Vor- und Nachteile, gehörten zum Inhalt der Ausbildung.
Weiter wurde das Vorgehen bei besonderen Einsatzlagen mit Gefahrstoffen besprochen, wenn noch keine Spezialkräfte vor Ort sind.
Im Anschluss wurde die Einsatzabteilung in drei Gruppen geteilt. Jede Gruppe bekam eine Schadenlage vorgegeben, die sie nach den zuvor unterrichteten Grundlagen bewerten und abarbeiten sollte. Nach 20 Minuten sollte die Lage der Wehr vorgestellt und die Lösungsansätze diskutiert werden. Zur anschaulicheren Präsentation waren Bilder und Karten auf Folien kopiert worden, worin die Gruppen ihre Lösungsansätze eingezeichnet haben.
Die Gruppenarbeiten wurden von allen Mitgliedern als sehr positiv bewertet, da sich jeder einbringen konnte.