Erneuerbare Energien im Klassenzimmer

Die Schülerinnen und Schüler machten eine Menge Erfahrung in Sachen regenerativer Energie.Foto: O. Krebs

Schüler und Auszubildende konstruieren funktionsfähige Modelle

Langenhagen. Ob Solaranlage, Gezeitenkraftwerk oder Windpark – jedes Kind kennt mittlerweile Beispiele für die Gewinnung Erneuerbarer Energien. Auch in den Stundenplan der allgemeinbildenden Schulen hat das Thema seit langem Einzug gehalten. Um die Funktionsweisen solcher Anlagen im Unterricht besser darstellen zu können, haben sich vier Schulen aus dem MINT-Kooperationskreis Hannover Nord der Stiftung NiedersachsenMetall mit Betrieben der Metall- und Elektrobranche zusammengesetzt und das Schülerprojekt „Erneuerbare Energien“ ins Leben gerufen. Ein Jahr lang beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klassen der IGS Langenhagen, der Realschule Burgwedel, der Realschule Wedemark und die Grund- und Hauptschule Brinker Schule mit der Technik und Physik, die in Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien steckt. Gemeinsam mit Azubis der Betriebe Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH, Sennheiser electronic GmbH & CO KG, Steinlen Elektromaschinenbau GmbH und MTU Maintenance Hannover GmbH entwickelten die Schülerinnen und Schüler im nächsten Schritt voll funktionstüchtige Modelle verschiedener Turbinenarten, eines Windrades, eines Speicher- und eines Flusskraftwerkes, eines Solarfahrzeuges sowie eine komplette Biogasanlage.
„Das Projekt hat gleich mehrere positive Effekte miteinander vereint.“ freut sich Holger Besser, begleitender Lehrer der IGS Langenhagen. „Die Schülerinnen und Schüler haben bei ihrer Arbeit an den Modellen auf anschauliche Art und Weise theoretische Hintergründe zum Thema Erneuerbare Energien vermittelt bekommen. Gleichzeitig konnten sie Kontakte in die Betriebe knüpfen und dabei viel über mögliche Berufsfelder erfahren. Und obendrein können die erarbeiteten Modelle künftig hervorragend im Unterricht eingesetzt werden.“
Auch Barbara Schneider ist zufrieden. Sie hat das von der Stiftung NiedersachsenMetall finanzierte Projekt betreut. „Wir möchten junge Menschen für Naturwissenschaften und Technik begeistern. An solchen Projekten kann man sehr schön deutlich machen, worin für jeden Einzelnen der Bezug zu diesen Themen besteht.“
Die Modelle werden in den kommenden Monaten in einer Wanderausstellung in den beteiligten Schulen und Betrieben zu sehen sein und später im Schulunterricht zum Einsatz kommen. Barbara Schneider ist überzeugt, dass dieses Interesse an Technik, die über den Unterrichtsstoff hinausgeht, bei jedem Arbeitgeber in der Bewerbung gut ankommt.