Ernst Müller glänzte mit Glenn Miller

Das Mitklatschen beim „Radetzkymarsch“ wurde von den Zuhörern gerne befolgt. Fotos: K. Raap

Schwungvolles Neujahrskonzert der Schützen-Gemeinschaft im CCL

Langenhagen (kr). Riesenbeifall auch beim dritten Neujahrskonzert der Schützen-Gemeinschaft Langenhagen im City Center für einen tollen Auftritt der Langenhagener Symphoniker unter der Leitung von Ernst Müller. Erst nach einigen Zugaben wurde das Orchester vom begeisterten Publikum entlassen. Der Langenhagener Musikdirektor bewies auch diesmal sein Gespür für eine Programm-Gestaltung, die keine Wünsche offen ließ. Seine musikalischen Streifzüge beinhalteten Wiener Walzer und Märsche ebenso wie Operetten- und Musical-Melodien sowie swingende Medleys. Der „Besuch bei Jaques Offenbach“, der mit dem hinreißenden Cancan endete, gestaltete sich ebenso überzeugend wie Melodien aus Franz Lehárs Operette „Die Lustige Witwe“ mit dem Gassenhauer „Dann geh ich ins Maxim“, wobei der Besuch eines der berühmtesten Pariser Restaurants gemeint ist. Nicht fehlen durfte der „Radetzky Marsch“ von Johann Strauss Vater, bei dem das Mitklatschen an bestimmten Stellen Pflicht ist. Das Potpourri aus der „Westside Story“ mit der Musik des unvergessenen Weltklasse-Dirigenten Leonard Bernstein gelang ebenso perfekt wie Titel aus der Paul Burkhards musikalischer Komödie „Feuerwerk“, der bekannteste sicherlich „O mein Papa“, den Flügelhornist Claus Broecker gefühlvoll interpretierte. Das Arrangement „Dankeschön“ präsentierte Evergreens des Hamburger Komponisten Bert Kaempfert, dem in den USA der Durchbruch in die internationale Spitze gelang. Dass das schwungvoll wiedergegebene Medley „Glenn-Miller-Parade“ mit unvergesslichen Titeln wie „St. Louis Blues March“, „In the Mood“ und „Moonlight Serenade“ schließlich ganz oben in der Gunst der Zuhörer lag, kam nicht von ungefähr, der Titel hatte schon einmal bei einem Wunschkonzert mit Ernst Müller Rang eins belegt. Müller hatte das Publikum zuvor mit der Eigenkomposition „Langenhagener Schützengruß“ überrascht, die er Oberschützenmeister Heiner Rust widmete, der aus Krankheitsgründen nicht an dieser Veranstaltung teilnehmen konnte.
Für einen temperamentvollen Auftritt sorgte Geschäftsfrau Sonja Vorwerk-Gerth, seit Jahren Sponsorin des gemeinsamen Schützenfestes, die bei der ersten Zugabe der Langenhagener Symphoniker, dem weltberühmten Marsch „Alte Kameraden“, die Stabführung übernahm. Zum Auftakt des Konzertes hatte Schützenmeister Michael Freiberg nicht nur seinen „Kollegen“ Peter Patz begrüßt und herzliche Grüße von Heiner Rust übermittelt, sondern vor allem Bürgermeister Mirko Heuer willkommen geheißen. Der fungierte als Schirmherr dieses Events und hatte sichtlich Spaß an dem Konzert.