Erntespaß in Altenhorst

Olatz Ibarlucea Cantón freut sich über die prächtige Ernte mit sensationellem Gewicht. (Foto: G. Gosewisch)

Tomatenanbau mit spanischem Saatgut

Kaltenweide (gg). Über eine sensationelle Ernte freut sich Olatz Ibarlucea Cantón. Die junge Spanierin hat in Altenhorst Tomatenpflanzen aufgezogen. „Die Sorte heißt `Tres Cantos Gigante Rosa`. Mein Onkel hat mir das Saatgut in Spanien gegeben und ich habe sie hier gesät“, erklärt sie. Schon im vergangenen Jahr sei das Ergebnis beeindruckend gewesen. Unter den zahlreichen Tomaten hat die Schwerste 740 Gramm gewogen. In der Sortenbeschreibung für „Tres Cantos Gigante Rosa“ wird das maximale Erntegewicht mit 600 Gramm angegeben. Aber nun hat Olatz Ibarlucea Cantón eine Tomate mit unglaublichem Gewicht gepflückt: genau ein Kilogramm schwer ist das Prachtstück in leuchtendem Rot. 
„Das Beste ist, dass wir keine mineralischen Dünger oder chemischen Spritzmittel benutzt haben! Nur Bio-Dünger, Tomatenerde, Pflanzenerde und eigene Komposterde“, sagt die Spanierin. Sie freut sich zusammen mit ihrem Mann Helge Engelke über den Kulturerfolg. Dabei sind beide keine passionierten Gemüsegärtner. Nur Tomaten haben sie rund um das Haus angebaut. Ihre eigene Ernte ist aromatisch, hat eine ganz feine dünne Pelle und viel Fruchtfleisch. Beim Aufschneiden läuft selbst bei reiferen Früchten kaum Wasser aus. Dass ihre Früchte nicht ganz rund sind, stört Olatz Ibarlucea Cantón überhaupt nicht, sie erklärt mit einem Lachen: „Die Runzeligen sind doch die Besten.“ Dass diese Tomaten nicht ohne eigene Arbeit zu bekommen sind, nimmt sie in Kauf. „Teuer ist dieses Hobby auch“, ergänzt sie und ist froh, dass ihr Mann ihr hilft, nicht nur beim Gießen. Die Pflanzen haben einen Regenschutz und müssen an Stäben ständig neu gestützt werden. Helge Engelke ergänzt: „Es ist doch irre, dass die Tomatenpflanze Früchte produziert, die so schwer sind, dass sie die Pflanze kaputt brechen würden, wenn sie keinen Halt hätten.“