Erster Wohnungsmarktbericht

50-seitige Broschüre enthält umfangreiche Informationen

Langenhagen (he). Die Stadt Langenhagen hat jetzt ihren ersten Wohnungsmarktbericht vorgelegt: Unter dem Titel „Wohnungsmarktbeobachtung 2010/2011“ steht die 50 Seiten starke Broschüre auf der Webseite der Stadt (www.langenhagen.de) zum Download bereit. In Kapitel gegliedert informiert der Bericht über den Wohnungsmarkt in Niedersachsen, den Wohnraumbedarf und die Wohnraumnachfrage in Langenhagen, das Wohnraumangebot, die Bauland- und Immobilienpreise sowie die strukturellen Rahmenbedingungen und die zukünftigen Handlungsoptionen.
Insbesondere vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung sei eine gute Wohnraumversorgung ein deutlicher Standortvorteil für Kommunen, sagt Jan Bröker aus der Planungsabteilung der Stadt – auch für Langenhagen sei es ein wichtiges Planungsziel, angemessenen Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen zur Verfügung stellen zu können. Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept ISEK wird die Einrichtung eines Wohnungsmarkt-Beobachtungssystems ebenfalls angeregt; darüber hinaus hat auch die NBank (Investitions- und Förderbank Niedersachsen) den Kommunen empfohlen, in die Marktbeobachtung einzusteigen.
„Der Wohnraumbericht ist ein strategisches Instrument, das uns beim Blick in die Zukunft hilft und Handlungsoptionen aufzeigt“, sagt Jan Bröker. Im zweijährigen Rhythmus sollen zukünftig derartige Berichte den Stand und die Entwicklung der Wohnraumversorgung in Langenhagen darstellen; nutzbar sind die darin enthaltenen Daten sowohl für die Wohnungswirtschaft wie auch für Bürgerinnen und Bürger, die mieten oder vermieten, kaufen oder verkaufen wollen. Auch zur Sozialstruktur innerhalb Langenhagens gibt der Bericht Anhaltspunkte: Themen sind unter anderem die Altersstruktur der Bevölkerung, Geburten- und Sterberate, Wanderungsbewegungen, Haushaltsgrößen, Ein- und Auspendler, die Entwicklung der Haushaltskaufkraft und der sogenannte Sozialindikator, der den Anteil der Hilfeempfänger beschreibt.
Langenhagen befinde sich in der ungewöhnlich komfortablen Situation, dass die Bevölkerungszahl kontinuierlich steige, erläutert Jan Bröker – noch sorgen mehrere Neubaugebiete für Zuwachs. Dabei gerät wieder das zentrumsnahe Wohnen in den Fokus, der frühere Trend zum Wohnen im Grünen ist abgeebbt. Wohnungsbauunternehmen haben darauf bereits reagiert und investieren wieder stärker in den Geschosswohnungsbau, und auch die Stadt Langenhagen hat reagiert: Im Weiherfeld etwa wurde die Bebauung am neuen Zentrum gegenüber den ursprünglichen Planungen verdichtet. Auch für die Flächen an der Walsroder Straße südlich der Elisabethkirche ist Geschosswohnungsbau geplant – zur Zeit werde an den Zielformulierungen gearbeitet, berichtet Jan Bröker.

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