Es begann mit einem Traum

Die Langenhagenerin Dorothee Bergmann hat ihr erstes Buch veröffentlicht. (Foto: A. Hesse)

23-Jährige veröffentlicht ihren ersten Fantasy-Roman

Langenhagen. Es ist gut fünf Jahre her, dass Dorothee Bergmann diesen Traum hatte und ihn gleich morgens, noch vor dem Frühstück, aufschrieb. „Ich wollte ihn einfach nicht vergessen und dachte schon, dass wohl eine Geschichte daraus werden könnte“, erzählt die 23-jährige Langenhagenerin. „Aber es sollte eigentlich nur eine Geschichte für mich selbst werden.“ Sie setzte sich an den Schreibtisch und begann zu arbeiten – mehr als 1.000 handschriftlich beschriebene A5-Seiten später war ihr Fantasy-Roman „Internat der Vampire“ fertig. Und aus der Geschichte, die sie eigentlich nur zur eigenen Freude schreiben wollte, wurde ein Buch, das im Dezember 2017 im Verlag R. G. Fischer erschien. Schon als Jugendliche begann Dorothee Bergmann damit, Geschichten zu schreiben – am liebsten Fantasy. „Ich mag besonders High Fantasy“, erzählt sie – eine Kategorie der Fantasy-Literatur, die sich an Tolkiens Romanen „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ orientiert. Ihren eigenen Roman bezeichnet sie als Urban Fantasy: Ihre Heldinnen und Helden leben in einer realen Welt, die aber immer wieder durch fantastische Elemente aufgebrochen wird. Schauplatz ist ein Internat, tief im Wald gelegen und fast vollkommen abgeschnitten von der Außenwelt. Ein neuer Schulleiter hat den früheren Direktor durch fiese Machenschaften von seinem Platz verdrängt und verfolgt nun einen düsteren Plan. Bald schon häufen sich merkwürdige Vorkommnisse und die Schüler Jana, Daniel, Jonas und Sebastian beschließen, Widerstand zu leisten. Doch ihnen stehen Mächte gegenüber, denen sie nicht viel entgegensetzen können. Gut, dass da dieser seltsame alte Mann ist …
Nachdem sie ihren Roman handschriftlich auf das Papier gebracht hatte, wuchs bei Dorothee Bergmann der Wunsch, ihn als Buch zu veröffentlichen. Also machte sich die junge Frau, die im Sommer 2017 eine Ausbildung in Malerei, Comic und Animation an einer hannoverschen Akademie abgeschlossen hatte, noch einmal an die Arbeit und tippte ihren Text ab. Relativ schnell gab es auch eine Zusage vom Verlag R. G. Fischer, der insbesondere junge Autorinnen und Autoren fördert – spannend und unterhaltsam sei das Manuskript, erklärte der Verlag . „Der Lektor hatte dann auch kaum Änderungswünsche“, erzählt Dorothee Bergmann, die sich über positive Beurteilungen von Leserinnen und Lesern im Internet-Buchhandel freut. „Superspannend“, lautet auch das Urteil aus ihrem Freundeskreis.
Ob es eine Fortsetzung ihres Romans oder weitere Bücher von ihr geben soll, hat Dorothee Bergmann noch nicht entschieden. Erst einmal will sie abwarten, ob ihr Debutroman Leser findet. Für sich selbst aber schreibt sie weiter und zeichnet dazu ihre eigenen Comics – natürlich spielen sie in einer fantastischen Welt.
Das Buch „Internat der Vampire“ von Dorothee Bergmann ist im Buchhandel erhältlich.