„Es geht nicht alles glatt“

Centermanagerin Angelika Kramm (von links), Wolfgang Holz und Anja Grau (Referentin der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft) kündigen den MS-Infostand im CCL an. (Foto: G. Gosewisch)

Welt-MS-Tag am 25. Mai im CCL

Langenhagen (gg). Um Verständnis und Akzeptanz wirbt die hiesige Gruppe der MS-Kranken am Aktionstag, der am Mittwoch, 25. Mai, stattfindet. „Wir wollen aufklären und in das Bewusstsein rücken, dass mit der Gesudheit nicht immer alles glattgeht“, sagt Initiator Wolfgang Holz. Gemeinsam mit Ilona von Gostomski vom Selbsthilfe-Kreis hat er beim Centermanagement des CCL um Unterstützung gebeten und diese auch sofort bekommen. So wird ein Informationsstand in der Erdgeschoss-Mitte (Bereich REWE) zu finden sein.
MS steht für Multiple Sklerose, und anders als häufig angenommen hat MS nichts mit Muskelschwund zu tun. Die Betroffenen leiden an ständigen Entzündungen des Nervensystems, denn das eigene Immunsystem greift die Umhüllungen der Nervenfasern an. In Deutschland gibt es laut Bundesversicherungsamt mehr als 200.000 MS-Kranke. Der Verlauf und die Symptome können ganz unterschiedlich sein. Es gibt Bewegungsstörungen, Lähmungen oder abnorme Erschöpfungszustände. Schmerzen können ebenso dauerhaft plagen wie Konzentrationsschwäche.
Wer mit der Diagnose MS leben muss, steht vor einer ungewissen Zukunft. Die Angst vor dem Verlust der Selbstständigkeit wird zum ständigen Begleiter. Als ebenso belastend im Alltag beschreibt Wolfgang Holz das ständige Gefühl, sich für die eingeschränkte Leistungsfähigkeit rechtfertigen zu müssen. Er sagt: „Die Erschöpfungszustände sind mit dem Willen nicht zu überwinden. Es ist schwer zu ertragen, wenn vermutet wird, dass es nur um eine Trägheit geht, denn das Gegenteil ist der Fall.“