„Es gibt keine blöderen Stellen“

Radfahrer sollen es in Kaltenweide leichter haben

Kaltenweide (gg). SPD und Grüne im Ortsrat wollen die Stadtverwaltung beauftragen, mehrere Straßenlaternen versetzen zu lassen: An der Wagenzeller Straße zwischen Kananoher Straße und Abzweig Walsroder Straße sowie an der nördlichen Seite der Kananoher Straße gegenüber der Zahnarztpraxis. Die entsprechende Drucksache sollte bereits Mitte Februar im Ortsrat diskutiert werden, wurde aber von den Fraktionen zurückgezogen. Hintergrund ist Informationsbedarf zu der Machbarkeit. Die wird derzeit im zuständigen Fachdienst geprüft. „Wichtig ist eine allgemeine Betrachtung und Einordnung der Prioritäten“, sagt Anette Mecke, Leiterin des Fachdienstes „Verkehr und Straßen“. So gibt es nach ihrer Auskunft im Stadtgebiet Lichtmasten, die Rost angesetzt haben und für die daher Erneuerungsbedarf besteht oder deren Ausleuchtungsleistung nicht ausreichend ist. „Das ist bei den Lichtmasten an der Wagenzeller und Kananoher Straße nicht der Fall und zudem wäre hier eine Straßenbaumaßnahme kombiniert“, so ihr Hinweis. Das Versetzen der Lichtmasten entlang der Wagenzeller Straße von der West- auf die Ostseite ist aber für die Grünen ein wichtiger Punkt. Ortsratsmitglied und Ratsherr Michael Horn sagt: „Wir Grünen wollen den Fahrradverkehr optimieren. Der Radweg-Lückenschluss Richtung Langenhagen ist uns wichtig, dort sind viele Schüler unterwegs.“
Die Geh- und Radwege hat auch Wolfgang Langrehr, Ortsbürgermeister und SPD-Ratsherr, im Blick: „Es gibt in Kaltenweide keine blöderen Stellen als diese beiden und daher liegt hier auch die Priorität.“ Zudem haben sich die Verkehrsverhältnisse erheblich verändert, so sein Hinweis. Quasi unzumutbar sei es für Fußgänger oder Radfahrer, am südlichen Ortsausgang von Kaltenweide die Straßenseite zu wechseln, weil mit dem Zuzug der Weiherfelder die Straße mit Autos dicht ist. Zudem sei zu beachten, dass sich die Mobilität geändert habe. „Es gibt breite Fahrrad-Anhänger für Kinder, Liegefahrräder, breite Kinderwagen und vieles mehr. Damit kommt man derzeit an den Lichtmasten, die mittig auf dem schmalen Gehweg an der Wagenzeller Straße stehen, nicht vorbei.“
Wichtig seien die Informationen der Stadtverwaltung zur Machbarkeit und zu der Gesamtbetrachtung. Die wollen Michael Horn und Wolfgang Langrehr abwarten und dann in den Fraktionen neu entscheiden.