Es werden ständig mehr

Inspizieren die Matratzen (von links): Fachbereichsleiterin Heidi von der Ah, Bürgermeister Friedhelm Fischer und Fachdienstleiterin Doris Lange.Foto: O.Krebs

Stadt bringt 20 männliche Asylbewerber an der Grovestraße unter

Langenhagen (ok). Der Druck auf die Stadt Langenhagen wächst; die Zahl der Asylbewerberinnen und -bewerber wächst stetig. Jetzt sind wieder 20 Männer aus Mali, Syrien, Irak und Iran in eine Gemeinschaftsunterkunft in der Grovestraße gezogen – der zweiten nach der Ahornstraße in Godshorn. Hier war 35 Jahre lang ein Großhandel für Bäckereibedarf untergebracht. 300 Quadratmeter des insgesamt 7.700 Quadratmeter großen Geländes sind für die Unterbringung der Asylbewerber und Flüchtlinge vorgesehen, für die es etwa ein bis drei Jahre ihr neues Zuhause wird. Solange dauert nämlich in der Regel das Ayslbewerberverfahren. Zimmer, Küche, Gemeinschaftsunterkunft – den Asylbewerbern soll der Aufenthalt so angenehm wie irgend möglich gemacht werden, eine schnelle Integration wird angestrebt. Aber ohne Sozialarbeiterin geht es nicht, zu unterschiedlich sind die Mentalitäten und Kulturen der fremdländischen Gäste. Der Mietvertrag ist zunächst einmal über fünf Jahre abgeschlossen worden, Bürgermeister Friedhelm Fischer hat noch eine dritte Gemeinschaftsunterkunft am Ende der Stadt im Auge. Damit ist das Ende der Fahnenstange aber noch lange nicht erreicht. 140 Frauen, Männer und Kinder leben mittlerweile an 13 ganz unterschiedlichen Standorten im Stadtgebiet; 113 müssen nach aktuellem Stand noch aufgenommen werden. „Das kann sich aber ständig ändern“, räumt Verwaltungschef Fischer ein. Für die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist die Koordination und Planung aus diesen Gründen eine wahre Sisyphusarbeit, weil sich die Rahmenbedingungen ständig ändern können. Und mit der Unterbringung sind die einzelnen Vorgänge ja noch nicht abgeschlossen: Behördengänge müssen erledigt, Kindergarten- und Schulplätze besorgt werden. Die Stadtverwaltung ist ständig auf der Suche nach geeigneten Objekten, die angemietet werden können. Wer Interesse hat und helfen möchte, melde sich bitte bei der zuständigen Fachdienstleiterin Doris Lange unter der Telefonnummer (0511) 7307-93 27.