Europäer in Langenhagen gesucht

Mit einem Ausstellungsstück wird sich die MTU Maintenance bei der WIrtschaftsschau präsentieren.

17. und 18. Mai: Wirtschaftsschau auf dem Marktplatz

Vom Einmann- oder von dem Einfrau-Betrieb bis zu Langenhagens größtem Arbeitgeber, der MTU, präsentieren sich am 17. und 18. Mai Unternehmen auf dem Marktplatz. Die fünfte Wirtschaftsschau wird so vielseitig wie nie zuvor und auch das Rahmenprogramm bietet noch mehr Unterhaltung, Gastronomie und Spaß für Kinder. Mit der Sonderschau "Langenhagen - mitten in Europa" wird eine besondere Facette des Langenhagener Lebens beleuchtet: die große Internationalität, die der Stadt im Laufe der Zeit vor allem durch die starke Wirtschaft zugewachsen ist.
Mit der Europa-Sonderschau ist es erstmals gelungen, auch "Global Player" zur Wirtschaftsschau zu holen: Die MTU Maintenance und Dachser Logisitics werden mit eigenen Ständen vertreten sein. Mit unterhaltsamen Aktionen für die kleinen Gäste präsentiert sich der Flughafen im Sonderschauzelt. Die Langenhagener Partnerstädte werden vom Verein "Hilfe für das junge Leben" vertreten, der die Städtefreundschaft mit Bijeljina initiierte. Und nicht zuletzt wird das transnationale Direktorium des EU-Projektes Vital Rural Area über die Ergebnisse informieren, die 13 Partner aus sechs Ländern in vier Projektjahren erzielt haben.
Erneut wird die Sonderschau - wie vor zwei Jahren "Erfolg - made in Langenhagen" - erstaunliche Erkenntnisse bringen. Welches Langenhagener Produkt mag es sein, das in kommunalen Einrichtungen in Bangkok oder Tokio dabei hilft, Energie zu sparen? Es wird in einem inhabergeführten mittelständischen Unternehmen produziert!
Ebenso wichtig wie die international agierenden Langenhagener Unternehmen ist bei der Europaschau aber der Ausstellungsbereich "Europäer in Langenhagen". Hier lernt man an den Ausstellungstafeln die Geschichten von Menschen mit Migrationshintergrund kennen, die in Langenhagen zuhaus sind oder hier arbeiten. Und auch dieser Themenbereich bietet Überraschendes. Der türkischstämmige Deutschlehrer, der erst als Erwachsener und als überzeugter Moslem nach Langenhagen kam und mittlerweile evangelische Theologie studiert hat - was für eine Geschichte! Und vor allem: Eine wahre Geschichte!
Die Sonderschau "Langenhagen - mitten in Europa" ist der Beitrag der Stadt zur Wirtschaftsschau, finanziell unterstützt mit EU-Mitteln des endenden Projektes Vital Rural Area. Die Idee zur Schau stammt erneut von Regine von der Haar, in der Stadtverwaltung zuständig für Sonderprojekte, und Bettina Reimann (Stadtmagazin), die in den vergangenen Monaten zahllose Gespräche geführt und "Hidden Champions" unter den Langenhagener Unternehmen gesucht haben.
Die Initiatorinnen würden sich freuen, wenn auch viele Gäste mit europäischen Wurzeln die Chance nutzen, die Ausstellung zu besuchen, ihre Geschichten zu erzählen und mit den anderen Gästen in das Gespräch zu kommen. 25,9 Prozent der Langenhagener und Langenhagenerinnen haben Migrationshintergrund - auch die internationalen Vertreter von Vital Rural Area, die vor Ort sind, freuen sich darauf, diese Langenhagener kennenzulernen.