Expressivität und Hingabe

Hervorragendes Konzert in der Elisabethkirche

Langenhagen. Ein Höhepunkt im Kulturleben der Stadt war das Kantorei-Konzert in der Elisabethkirche am vergangenen Sonntag. Gespielt wurde Mozarts Messe c-Moll.
Nachdem die letzten Takte des Schlusschors „Dona nobis pacem" verklungen waren, bedankte sich das Publikum mit einem lang anhaltenden Applaus bei den Solisten, der Kammersymphonie Hannover und der Kantorei der Elisabethkirche unter der Leitung von Kantor Arne Hallmann.
Die rund 70 Sängerinnen und Sänger der Kantorei präsentierten sich gut vorbereitet und harmonierten ausgezeichnet mit dem Orchester. In der voll besetzten Elisabethkirche musizierten sie zusammen die Teile des ausgedehnten Gloria, das den musikalischen Schwerpunkt der Messe bildet. Der machtvolle und doch noch transparente „Qui tollis" Doppelchor mit seiner grandiosen Monumentalität war ein erster Höhepunkt, das stimmgewaltige Sanctus ein weiterer. Diese Wirkung wurde nur noch durch die mit großem Atem geführten, intensiven Steigerungen des Agnus Dei übertroffen.
Die Kammersymphonie Hannover mit ihrer Konzertmeisterin Angela Jaffé erhielt auch in diesem Werk mehrfach Gelegenheit, die bemerkenswerten Fähigkeiten seiner Instrumental-Solisten unter Beweis zu stellen, so zum Beispiel als Begleiter der Sopranarie „Et incarnatus est" oder des fein gearbeiteten Solo-Quartetts im „Benedictus".
Ergänzt wurde die Aufführung von Mozarts Fantasie für ein Orgelwerk in einer Uhr und einer Kirchensonate. Die Solistin Eun-Bae Jeon aus Soul/Südkorea überzeugte mit absoluter Sicherheit und feiner Artikulation im Spiel.
Eine gute Auswahl hatte Hallmann auch mit den vier Gesangssolisten getroffen, zunächst Roman Tsotsalas als resonanzreicher Bariton im Benedictus-Quartett und mit Christoph Rosenbaum, der sich mit seinem klaren Tenor perfekt in das Ensemble einfügte. Strahlend Hanna-Larissa Naujoks mit ihrem vitalen Klangbild. Mit Expressivität und Hingabe sang die finnische Sopranistin Tiina Lönnmark leuchtstark ihre Paradenummer "Et incarnatus est".
Alles in Allem eine gelungene Aufführung und eine Bereicherung für das Langenhagener Kulturleben.