Fahndung zieht Einbrecher aus dem Verkehr

Das sichergestellte Einbruch-Werkzeug und die Waffen zeigten Polizei-Pressesprecher Mario Mantei (links) und Rüdiger Vieglahn, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes, nach dem Fahndungserfolg. (Foto: G. Gosewisch)

Hinweise aus der Bevölkerung bleiben wichtig

Langenhagen (gg). Sie sind noch jung, jedoch können sie schon als sprichwörtlich schwere Jungs bezeichnet werden. Die Einbrecher, die am vergangenen Freitag, früh morgens um 2 Uhr, von der Polizei geschnappt wurden (das ECHO berichtete), sind erst 19 und 23 Jahre alt, aber der Polizei bereits einschlägig bekannt, haben verschiedene Deliktbereiche in ihren Akten. Die Beweismittel, die seitens der Polizeibeamten bei der Festnahme sichergestellt wurden, gehören zur Einbrecher-Profi-Ausstattung: Bolzenschneider, zwei Hebelwerkzeuge aus schwerem Eisen, zwei Schlagrohre aus Kupfer, ein Springmesser, ein Elektroschocker und ein Pfefferspray. „Das hatten sie nicht zufällig nachts im Auto dabei“, kommentiert Rüdiger Vieglahn, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes im Langenhagener Polizeikommissariat, zur erdrückenden Beweislage. Einer der Festgenommenen war noch am selben Tag geständig. „Auch der andere wird aus der Nummer nicht mehr raus kommen“, so die Einschätzung von Rüdiger Vieglahn im Pressegespräch am Freitagnachmittag. Er verweist auf die gute Spurenlage, die den Fahndungserfolg rundmachen. Zum Hintergrund: Die zwei Einbrecher machten sich am Freitag um 2 Uhr früh an einem Gewerbeobjekt am Bohlenweg zu schaffen. Der in der Nachbarschaft wohnende Eigentümer wurde von Geräuschen geweckt, seine Frau informierte sofort die Polizei. Danach schaute der Eigentümer selbst in seinem Betrieb nach. Er wollte wissen, was vor sich ging. Das bekamen die Täter offensichtlich mit. Sie ergriffen daraufhin die Flucht. Im Zuge der unverzüglich eingeleiteten polizeilichen Fahndungsmaßnahmen wurden zwei Männer in einem Kleinwagen von einer Polizeistreife kontrolliert. Hinweise verdichteten sich, dass es sich um die Täter handeln könnte. Bei den folgenden Durchsuchungen wurden neben dem Einbruchwerkzeug und den Waffen auch Diebesgut sichergestellt. Die Einbrecher wurden festgenommen, leisteten keine Gegenwehr. Sie sind bereits dem Haftrichter vorgeführt worden. Die Täter sind nicht ortsansässig, die Kriminalpolizei prüft den Zusammenhang zu weiteren Straftaten. Eine Signalwirkung sieht der Ermittlungsdienstleiter Rüdiger Vieglahn angesichts des Fahndungserfolgs in Bezug auf die Mithilfe aufmerksamer Anlieger: „Es gibt eine gute Chance, die Täter zu schnappen, wenn es Hinweise aus der Bevölkerung gibt. Unter der Rufnummer 110 werden die Hinweise von der Polizei angenommen. Der Einsatz wird von der Zentrale koordiniert, wie in diesem Fall, bei dem für die Fahndung mehrere Einsatzfahrzeuge von mehreren Dienststellen zusammengezogen wurden.“