Fahren abseits befestigter Wege

Am Wietzesee wurde das Fahren abseits der Wege geübt. (Foto: K. Jüttner)

Zusatzausbildung bei der Feuerwehr

Krähenwinkel-Godshorn. Nun haben die Ortsfeuerwehren Krähenwinkel, Godshorn und Isernhagen HB eine gemeinsamen Sonderausbildung zum Thema „Fahren im Gelände“ absolviert. Zunächst unterrichtete Ortsbrandmeister Kai Jüttner im Gerätehaus die Theorie. Was gibt es grundsätzlich für Geländeformationen, welche Vegetation befindet sich im primären Einsatzgebiet der Feuerwehren im nördlichen Hannover und wie kann dieses Gelände mit den vorhandenen Einsatzfahrzeugen bezwungen werden. Darüber hinaus wurden Grundkenntnisse über vorhandene Fahrzeugtechnik und Getriebe vermittelt. Zur besseren Veranschaulichung half ein Modell von „Lego Technic“, mit dem die Antriebstechnik der Einsatzfahrzeuge nachgebaut war. "Nicht jedes Mitglied einer freiwilligen Feuerwehr hat einen technischen Beruf oder ist technisch interessiert. So muss der Unterricht für alle Wissensstände ausgelegt sein", sagt Kai Jüttner.
Wie man sich verhält, wenn alle Technik und das Wissen doch nicht ausreichend war, sodass ein Fahrzeug festgefahren ist, erklärte Edgar Schmidt-Nordmeier, stellvertretender Ortsbrandmeister und Landwirt aus Krähenwinkel. Weiter führte er an, wie viel Niederschlag bei den vorhandenen Böden als kritisch anzusehnen ist und wie man nicht befahrbare Bereiche erkennt.
Im Anschluss an den Unterricht ging es auf das Gelände der Hastra Wegener am Wietzesee. Ein Teil der zuvor besprochenen Fahrsituationen, wie das Fahren im losen trockenen, frisch gegrubberten und nassem Boden konnte hier ausprobiert werden. Weiter hatte Edgar Schmidt-Nordmeier einen Graben ausgehoben, der mit verschiedenen Fahrtechniken durchfahren werden sollte.
Alle Teilnehmer konnten die Leistungsfähigkeit der Einsatzfahrzeuge sowie die Grenzen derer durch Ausprobieren feststellen. Die Fahrzeugpflege bildete den Abschluss des Sonderdienstes, der bei bestem Wetter stattfinden konnte - so der Bericht der Feuerwehr.