Fahrradtour Richtung Aller

ADFC besuchte Erdölmuseum in Wietze

Langenhagen. Die Radtour des ADFC Langenhagen zum Erdölmuseum in Wietze an der Aller brachte den Teilnehmern viel Wissenswertes. Die insgesamt 65 Kilometer lange Strecke wurde von zehn Teilnehmern unter die Pedale genommen. Von Langenhagen ging es auf Nebenwegen über Fuhrberg und Wieckenberg nach Wietze.
Während einer Rast in Wieckenberg konnte auch die Stechinelli-Kapelle in Augenschein genommen werden, bevor es auf die letzten paar Kilometer zum Erdölmuseum ging. Dank einer professionellen Führung erhielten die Teilnehmer bei einem rund zweistündigen Rundgang einen interessanten Einblick in die Geschichte der Erdölförderung Deutschlands, mit detaillierten Informationen auch zur Verwendung des Erdöls. Schon im 16. Jahrhundert schöpften die Bauern rund um Wietze Erdöl aus den sogenannten Teerkuhlen und verkauften es als Schmiermittel, aber auch als Heilmittel. Teerkuhlen gibt es auch heute noch, eine davon befindet sich auf dem Gelände des Museums.
Der Geologe Konrad Hunäus brachte im Jahr 1858 hier eine der weltweit ersten ölfündigen Bohrungen nieder. Damit begann die industrielle Erdölförderung in Wietze, die mehr als 2.000 Bohrungen und ab dem Jahr 1918 auch ein Erdölbergwerk entstehen ließen. Zwischen den Jahren 1900 und 1920 war Wietze das produktivste deutsche Erdölfeld mit einem Anteil von knapp 80 Prozent an der deutschen Förderung. Das gesamte Dorf wurde auf die Erdölindustrie ausgerichtet mit einem Bahnhof, einem Hafen, einer Raffinerie, zahlreichen Betriebs- und Verwaltungsgebäuden.
Neben diesen Informationen erfuhren die Teilnehmer noch viel mehr über die Anfänge der Erdölforderung. In einer Dauerausstellung aber auch auf dem Freigelände ist historische Technik zu sehen und es verwundert, welche Verfahren schon damals angewendet wurden.
Der ADFC-Ortsverein wird diese Tour aller Voraussicht nach wiederholen.