„Fantasie ist nötig“

Beim Neujahresempfang im Martinshaus sprach Pastorin Bettina Praßler-Kröncke (von links) mit Ulrike Jagau, Gudrun Verworn, Inge Collatz und Vivan Zander. (Foto: G. Gosewisch)

Superintenden sieht Chancen für 2017

Langenhagen (gg). „Die Menschen sind hart geworden im Herzen. Der Geist ist müde gegen sich und gegen andere“, sagte Superintendent Holger Grünjes in der Predigt vor dem Neujahrsempfang der Elisabethgemeinde. Mit der Botschaft der Jahreslosung „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch“ verknüpfte er die Zuversicht auf ein friedliches Zusammenleben. Geboten sei, die Verantwortung für die Gemeinschaft über die Interessen der Einzelnen zu stellen. „Mut und Fantasie ist nötig“, erklärte er. Der christliche Glaube stelle dabei eine gute Ausrüstung dar und könne Chancen für das Jahr 2017 eröffnen.
Für Menschen, die in diesem Sinn schon Engagement zeigen, Ehrenamtliche und Angestellte in der Gemeinde, hatte der Kirchenvorstand den Neujahrsempfang im Martinshaus bereitet. Nach der Begrüßung durch Pastor und Kirchenvorstandsvorsitzer Torsten Kröncke übernahm Pastorin Bettina Praßler-Kröncke die Moderation einer Podiumsrunde mit Ulrike Jagau, Gudrun Verworn, Inge Collatz und Vivian Zander, die von ihren Erfahrungen bei der Flüchtlingshilfe berichteten. Insgesamt acht Ehrenamtliche (fünf Frauen und drei Männer) betreuen in Abstimmung mit dem städtischen Dienst Menschen unterschiedlicher Herkunft. Flexibilität sei gefragt, so die Auskunft von Gudrun Verworn, denn von Analphabetismus bis zur akademischen Ausbildung seien unter den Zugezogenen die Vorbedingungen für das Lernen der deutschen Sprache sehr unterschiedlich und natürlich seien die Lernfortschritte bei Einigen sehr gering. „Da machen wir uns nichts vor“, sagte sie. Dennoch, „gerade die Kinder übernehmen in absehbarer Zeit von uns den Staffelstab“, sagte Inge Collatz, da sei es mehr als dringlich die hiesigen Werte zu vermitteln. „Vieles läuft gut. Wir müssen viel mehr die kleinen Erfolgsgeschichten aus dem Alltag erzählen“, sagte Bettina Praßler-Kröncke. So sei die Wissbegierde eines Schuljungen eine Wonne für die Betreuer und zeige auf, welche Perspektiven möglich sind.
Wer Hilfe zur Selbsthilfe leisten möchte, ist willkommen. Das Helferteam wünscht sich Unterstützung.