Fantasievoll mit Räuber Hotzenplotz

Andrea Oberthür (links) und Eva Streicher zeigen ihren individuellen, multifunktionalen Adventskalender. (Foto: D. Lange)

Jahresausstellung der Hobbykunstgruppe in Krähenwinkel

Krähenwinkel (dl). Weil am Totensonntag im November kein Verkauf stattfinden darf, musste die Krähenwinkeler Hobbykunstgruppe die ursprünglich für diesen Tag vorgesehene Jahresausstellung im Dorfgemeinschaftshaus um drei Wochen vorverlegen, was nicht ohne Bauchschmerzen hinsichtlich der Planungszeit vonstatten ging. Aber alles war gut. Die Bedenken bezüglich geringerer Besucherzahlen auf Grund der Terminverschiebung erwiesen sich letztlich als unbegründet. Vielleicht etabliert sich dieser letzte Sonntag im Oktober künftig auch dafür. Weihnachten kommt früh genug und da liegt es nahe, sich frühzeitig Gedanken über das richtige, liebevoll gestaltete Geschenk zu machen. Ausstellungen wie die der Hobbykünstler in Krähenwinkel bieten da zumeist eine große Themen- und Angebotsvielfalt. Schmuck, Adventsdeko, Schönes aus Stoff, Porzellanmalerei, Holzarbeiten, Zeichnungen, Aquarelle, Fotos und schöne Dinge des täglichen Bedarfs aus Papier und Pappe. Da ist beispielsweise der multifunktionale Adventskalender von Andrea Oberthür mit 24 kleinen Schubladen, der sich übers Jahr auch als Aufbewahrungsort für kleine Dinge eignet, fantasievoll gestaltet und ausgekleidet mit den Seiten eines alten Buches über den Räuber Hotzenplotz. Überhaupt eignet sich das Papier alter Bücher in der Regel am besten für das buchbinderische Gestalten. Es ist trocken, gut abgelagert und deren Fasern verlaufen anders als bei neuem Industriepapier nicht in einer Richtung, sondern kreuz und quer, was die Verarbeitung bei besserer Planlage und Haltbarkeit wesentlich erleichtert. Deswegen verwenden Oberthür und ihre Freundin Eva Streicher bevorzugt handgeschöpftes Papier, das diese Eigenschaften aufweist. So entstehen individuelle Notiz- oder Skizzenbücher, Fotoalben, ganze Nähkästchen, Konferenzboxen und viele andere schöne Dinge, die man gerne in die Hand nimmt. Bei Ausstellungen dieser Art gehört es selbstverständlich mit dazu, dass die Besucher den Hobbykünstlern bei der Arbeit gewissermaßen über die Schulter schauen und von ihnen etwas über Materialien und Techniken lernen können. Wer danach Kaffeedurst verspürt, kann sich bei einer Tasse des anregenden Getränks und einem von den Mitgliedern der Gruppe selbstgebackenem Stück Kuchen in der Kaffeestube entspannen und das soeben Gehörte verarbeiten.