Favoriten setzen sich in der Eishalle durch

Mit sportlichem Ehrgeiz kämpften die Spieler um jeden Puck.Foto: D. Lange

Bremer Weser Stars gewinnen Playoffs

Langenhagen (dl). Bekanntlich gilt Eishockey als die schnellste Mannschaftssportart der Welt, bei der es, wie man weiß, nicht gerade zimperlich zugeht. Sledge-Eishockey ist eine fast eben so schnelle Eishockeyvariante für Menschen mit Handicap, bezogen auf die unteren Gliedmaßen. Basierend auf den herkömmlichen Eishockeyregeln gehört sie inzwischen auch zu den paralympischen Sportarten, mit dem Unterschied, dass die Spieler sich nicht wie sonst auf Schlittschuhen bewegen, sondern in speziell angepassten kleinen Schlitten mit einer Kufe sitzen. Zur Fortbewegung nutzen die Spieler ihre kurzen Schläger, die am unteren Ende mit Spikes versehen sind. Aus der Vorrunde mit sechs Spielen für jede der vier Mannschaften gingen die Weser Stars aus Bremen mit komfortablen 15 Punkten als Tabellenerster in die Playoffs und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht, indem sie ihren Vorsprung bis ins Ziel behaupteten. Sie gewannen fünf ihrer sechs Vorrundenspiele. Das Halbfinale der Playoffs entschieden sie mit 6:5 gegen die Kamen Barbarians für sich und im Endspiel schlugen sie schließlich die Ice Lions Langenhagen klar mit 6:2-Toren. Damit verwiesen sie die Mannschaft des SC Langenhagen auf den zweiten Platz in der Endabrechnung. Das Spiel um den dritten Platz konnten die Dresden Cardinals von der SPG Preußen Sachsen dank der phonstarken Unterstützung ihrer mitgereisten Fans mit 6:5 gegen die Kamen Barbarians für sich entscheiden, die sich am Ende mit dem undankbaren vierten Platz begnügen mussten. Organisiert wurde die Liga maßgeblich vom Sledge-Eishockey Förderverein in Kooperation mit der Aktion Mensch.