Feiern mit Nachbarn

Ein Fest für alle (von links): Margot Löffl (Mieterbeirat Sollingweg), Alvira Egorov (Mieterbeirat Sollingweg), Rebecca Brands (Stadt Langenhagen) und Gazel Gin (Mieterbeirat Sollingweg). (Foto: Foto: C. Wurm)

Buntes Treiben beim Hoffest im Sollingweg

Langenhagen (cow). Seit rund 20 Jahren gibt es das Wohngebiet Sollingweg (78 bis 102) gegenüber vom CCL nun schon. Dieses Jubiläum nahm der Mieterbeirat Sollingweg jetzt zum Anlass ein buntes Hoffest mit Programm für Jung und Alt zu organisieren. Hieran beteiligten sich auch der Seniorenbeirat, das Mehrgenerationenhaus, die Johanniter, der Tauschring Langenhagen, die Polizei und MAJA mit unterhaltsamen Angeboten und Informationsständen. Unterstützt wurden die ehrenamtlichen Helfer bei der Planung und Organisation von der zuständigen städtischen Sozialarbeiterin Rebecca Brands.
Menschen mit unterschiedlichster Migrationsgeschichte haben sich in den 186 Sozialwohnungen im Sollingweg niedergelassen. Dass es gerade in der Anfangszeit häufig zu Konflikten und Schwierigkeiten in diesem Langenhagener Wohnbereich kam, weiß Margot Löffl, die seit 20 Jahren im Sollingweg zu Hause ist, noch zu gut. Sie erlebte viele Auseinandersetzungen zwischen Mietern verschiedenster Kulturen mit und gründete daraufhin in Unterstützung mit der Stadt Langenhagen den Mieterbeirat Sollingweg. Ziel ist vor allem die Integration zu fördern und ein harmonisches Zusammenleben der gemischten Bewohnerstrukturen in den Ein- bis Fünf-Zimmerwohnungen zu ermöglichen. Im Gemeinschaftsraum bietet Löffl mit ihren Helfern gegen eine kleine Spende regelmäßig gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen oder den gut besuchten Gymnastikkursen an.
Rebecca Brands, die den Bereich Sollingweg seit November vergangenen Jahres betreut und sich selbst als „Sprachorgan“ zwischen Mieter und Vermieter sieht, unterstützt die Bewohner mit einer wöchentlichen Sozialberatung und speziellen Hausbesuchen. „Die Angebote, wie Hausaufgabenhilfe, wurden in den letzten Jahren immer weiter reduziert, weil der Bedarf nicht mehr so groß ist.“ Dies weise laut Brands auf eine positive Entwicklung hin. Auch die Streitigkeiten unter den Bewohnern seien zurückgegangen, sodass die städtische Stelle für diesen Bereich vom Betreuungsumfang halbiert werden konnte. Insgesamt ein fröhliches Hoffest, bei dem besonders die Resonanz auf das Speisenangebot und die Tombola für den Mieterbeirat überwältigend und eine tolle Bestätigung ihrer jahrelang hervorragenden und hochachtungsvollen Arbeit als Ehrenamtliche war.