Feine Technik für die Feuerwehr

Die symbolische Schlüsselübergabe und die Enthüllung des neuen Fahrzeugs wurde auf dem Hof des Gerätehauses an der Konrad-Adenauer-Straße gefeiert. (Foto: G. Gosewisch)

Offizielle Feierstunde für neues Fahrzeug

Langenhagen (gg). Es gehört zu den wichtigsten Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr. Wenn es brennt, wenn die Hilfe der Feuerwehr gerufen wird, rücken die Feuerwehrmänner mit einem sogenannten Löschgruppenfahrzeug aus – Mannschaftskabine und technischen Ausstattung für den Einsatz sind kombiniert. Bei einer offiziellen Feierstunde am Gerätehaus an der Konrad-Adenauer-Straße wurde nun ein neues Löschgruppenfahrzeug in den Dienst gestellt. Es ist ein 16-Tonner, ausgestattet mit 286 PS, der mit einer besonders großen Mannschaftskabine für insgesamt neun Feuerwehrmänner glänzt. Auf drei Plätzen sind Atemschutzgeräte statt Rückenlehne montiert, die während der Fahrt angelegt werden können. Für jegliche Ausstattung, wie Schläuche, Leitern, Stromversorgung und vieles mehr, gibt es durchdachte Halterungen und Montagen, die im Einsatzfall die Nutzung zeitlich optimieren. Hersteller, hier die Firma Schlingmann, liefern Feuerwehrfahrzeuge nicht in Serienfertigung. Üblich sind individuelle Anforderungen, die kombiniert werden. Um für die hiesige Ortsfeuerwehr alle nötigen Funktionen auszuwählen, wurde vor zwei Jahren ein Arbeitskreis bestehend aus Marcel Hofmann, Kai Dietrich, Martin Bombach sowie Sascha Küsterbeck gebildet. Die Feuerwehrmänner kümmerten sich federführend um die Planung der Ausstattung und Ausrüstung auf der Basis des Feuerwehr-Bedarfsplanes aus dem Jahr 2012. Gemeinschaft zeigten alle Feuerwehrmitglieder mit ihrem Antreten auf dem Hof für die Schlüsselübergabe, die symbolisch aus den Händen von Bürgermeister Mirko Heuer in die Hände von Ortsbrandmeister Jens Heindrof vollzogen wurde.
Beendet ist mit der Beschaffung des neuen Fahrzeugs ist die Ära des Löschgruppenfahrzeugs Baujahr 1991. Was geschieht damit? „Das wissen wir noch nicht“, sagt der zuständige städtische Abteilungsleiter Boris Ehrhardt. Bemühen werde man sich in der nächsten Zeit wahrscheinlich um einen Verkauf, das werde noch entschieden. Boris Ehrhardt erklärt: „Es gibt Versteigerungsportale für Behördeneigentum. Das alte Fahrzeug hat sicherlich noch einen beachtlichen Wert, auch wenn einige Reparaturen nötig sind.“ Der Anschaffungswert im Jahr 1991 betrug 270.000 DM. Das neue Löschgruppenfahrzeug hat 340.000 Euro gekostet.