Feines Programm für Ehrenamtliche

Das Marimbaphon-Duo der Musikschule mit Henry Markgraff (links) und Jarle Kiesè. (Foto: D. Lange)

Gala im Theatersaal mit Musik, Zauberei und Kabarett

Langenhagen (dl). Zum ehrenamtlichen Engagement seiner Bürger pflegt die Stadtverwaltung bekanntlich ein ganz besonderes und geradezu inniges Verhältnis. Man weiß, was man an ihnen hat, denn ohne sie geht nichts. Die allseits gepflegte Wertschätzung bürgerschaftlichen Engagements angemessen zum Ausdruck zu bringen, ist für Bürgermeister Mirko Heuer ein zentrales Anliegen. „Mit der Ehrenamtsgala hier im Theatersaal, veranstaltet von unserer Freiwilligenagentur, wollen wir neue Wege beschreiten. Alle zwei Jahre wird die Gala deshalb künftig im Wechsel mit dem Stadtempfang stattfinden “, sagte Heuer in seiner Begrüßung. Zur diesjährigen Gala hatte die Stadt gewissermaßen keine Kosten und Mühen gescheut, um möglichst viele der ehrenamtlichen Mitglieder aus den rund 300 Vereinen und Initiativen zu einem unterhaltsamen Abend mit Musik, Zauberei und Kabarett einzuladen. Und fast alle kamen. Viele von ihnen allerdings zu früh. Aufgrund unterschiedlich kommunizierter Anfangszeiten standen sie bereits eine Stunde früher als geplant vor der Tür und begehrten Einlass. Dem Zauberer und Conferencier in Personalunion, Matthias Wesslowski war es vorbehalten, mit seinem Programm „Vom Text zur Textilie“, was durchaus wörtlich zu nehmen war, einen für alle überaus vergnüglichen Abend zu eröffnen. Selbst wenn sich seine Zauberkunst an dem für diese Berufsgruppe üblichen Standardrepertoire orientierte, wie das Kaninchen aus dem Hut oder Dinge verschwinden lassen, so behielt er dennoch stets auch die philosophischen Komponenten seines Tuns im Blick. Was zu sein scheint, kann genauso gut auch eine Illusion sein. Kann etwas, was sichtbar verschwunden ist, hinter der Fassade trotzdem noch da sein? Und wenn ja, war es vielleicht zwischendurch mal weg? Keiner weiß es. Klarer einzuordnen ist da schon der eigens für das Marimbaphon-Duo der beiden Musikschüler Henry Markgraff und Jarle Kiesè arrangierte Auszug aus einer Musik eines Computer-Spiels, das sie auch selbst auf die Bühne brachten. Philosophisch-komische Dialoge voll feinsinnigem Wortwitz und unterhaltsamem Tiefsinn sind das besondere Kennzeichen des Kabarett-Duos „Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie“, das sich unter anderem mit absurden Rollenspielthemen nach dem Motto „Was wäre wenn und wenn ja, wer?“ beschäftigte oder auch mit soziokulturellen Betrachtungen über das Für und Wider der Intimrasur bei Mann oder Frau. Zusammengestellt wurde das Bühnenprogramm für die Gala von dem Verein Klangbüchse, dem Veranstalter des Programms Mimuse an selber Stelle. Zu guter Letzt verloste Mirko Heuer noch gemeinsam mit Marena Heuer vom Wirtschaftsclub und der kleinen Glücksfee namens Emily fünf Eintrittskarten im Rahmen der Gala für den Nordball des Wirtschaftsclubs im Maritim Airport Hotel.