Felix und Fritzi lassen Fell

Bitte lächeln (von links): Felix (acht Monate), Fritzi (3) und Frauchen Britta Schmidt-Nordmeier (24).Foto: O. Krebs

Britta Schmidt-Nordmeier hat Alpakas in ihr Herz geschlossen

Krähenwinkel (ok). Dort, wo sie eigentlich herkommen, kann es ganz schön kalt werden. Deshalb haben die Alpakas, deren Heimat die Anden in Südamerika sind, ein dickes, dichtes und sehr weiches Fell. Und das kommt jetzt bei Felix und Fritzi runter, denn in unseren gemäßigten Breitengraden schwitzen die beiden ganz schön. Fritzi und Felix – die beiden tierischen Freunde, die die junge Krähenwinkelerin Britta Schmidt-Nordmeier schon richtig in ihr Herz geschlossen hat. "Ich finde sie richtig süß", schwärmt sie über ihre neuen Haustiere, für die sie gerade einen passenden Unterstand baut. "Alpakas sind extrem neugierig, aber bei Fremden auch sehr scheu", erzählt Britta Schmidt-Nordmeier und räumt erst einmal mit dem Vorurteil auf, dass Alpakas genauso wie Lamas spuckten. "Das geschieht nur, wenn sie eine Rangordnung untereinander festlegen", sagt die junge Frau, die im Internet nach einem Tipp ihres Vaters Edgar auf diese pflegeleichten Vierbeiner – sie werden in der Regel 16 bis 20 Jahre alt – gestoßen ist, die sich schon mit ein wenig Gras und Heu zufrieden geben und nicht gerade hoch springen können. Aber: So günstig wie Alpakas in der Unterhaltung sind, so hoch ist der Preis, den man bei der Anschaffung zahlen muss. "Hengste und Fohlen kosten rund 500 Euro, für eine Stute kann man schon mal 2.000 Euro auf den Tisch legen", erzählt Britta Schmidt-Nordmeier von den stolzen Summen, bei denen auch sie erst einmal ihr Ohren angelegt hat. Alpakas, die auch als Therapietiere eingesetzt werden können, gelten als weltbeste Investition im Nutztierbereich, die Fellbeschaffenheit wird nach Aussage Britta Schmidt-Nordmeiers sehr hoch gehandelt. Außerdem sei die Zahl der Züchter in Deutschland begrenzt und viele Stuten verlören ihr Fohlen während der Tragzeit von einem Jahr. Die Krähenwinkelerin blickt schon in die Zukunft, spart fleißig, um sich noch eine Stute auf der Kamelfarm in Visselhövede kaufen zu können. Dann soll eventuell Nachwuchs kommen.
Doch Vorsicht: Wer meint, so ein Alpaka sei doch ein possierliches Haustierchen für den heimischen Vorgarten, sei gewarnt. Die Fluchttiere, die charakteristische Hupgeräusche von sich geben, wenn sie sich unbeobachtet fühlen, brauchen jede Menge Auslauf. Also: In einer Stadtwohnung mit kleinem Garten ist es dann wohl doch besser, Goldhamster, Meerschweinchen oder Kaninchen zu halten.