Festliche Einstimmung am Heiligen Abend

Seit 1975 wünscht das ECHO mit einem Platzkonzert am Heiligen Abend den Langenhagenern „Frohe Weihnachten“. Foto: E. A. Nebig

ECHO-Weihnachtskonzert trotz Minusgraden und tiefem Schnee gut besucht

Langenhagen(ne). Es ist Tradition, dass am Heiligen Abend, auf dem Platz gegenüber der Elisabeth-Kirche, das ECHO-Weihnachtskonzert erklingt, um auf das Fest einzustimmen. So auch in diesem Jahr; trotz Minus vier Grad und tiefem Schnee lockte es wiederum Hunderte von Zuhörern an, die sich auf das Christfest in der Familie musikalisch einstimmen ließen und Freunde trafen, ehe sie den Heimweg antraten oder Gottesdienste in den Kirchen besuchten. Unter den Zuhörern waren auch Bürgermeister Friedhelm Fischer und viele Langenhagener, die in den Ortschaften wohnen. Initiiert wurde das Konzert bereits 1975 vom unvergessenen Herausgeber und Chefredakteur des Langenhagener ECHO, Walter Raap sowie Musikdirektor Ernst Müller und einigen Musikern des Blasorchesters der Stadt Langenhagen. So ist zum Beispiel der Trompeter Leopold Grünke von Anfang an immer wieder dabei. Die heutigen Herausgeber des ECHO in der Extra-Verlagsgesellschaft halten selbstverständlich an diesem schönen Brauch fest, der einfach nicht mehr fortzudenken ist. So auch jetzt; unter der Leitung von Claus Bröcker überbrachte ein vielköpfiges Bläserensemble des Blasorchesters am heiligen Abend ab 17 Uhr die klingenden ECHO-Weihnachtsgrüße. Zum Auftakt intonierte das Blechbläserensemble eine festliche Intrade, der sich eine Stunde lang Turmmusiken, Choräle und viele bekannte Weihnachtslieder anschlossen. Zu hören waren unter anderem das von Martin Luther getextete Lied „Vom Himmel hoch, da komm ich her ...“ sowie „Tochter Zion“, „O Tannenbaum“, „Es ist ein Ros entsprungen“ und „Kling Glöckchen klingelingeling“ . Auch modernere Weisen waren zu hören, wie zum Beispiel „Jingle Bells“ und „Winter Wonderland“. Im Gegensatz zu den Vorjahren war es heuer sehr sehr kalt, und es lag dicker Schnee. Die Musiker hatten Mühe, ihre Mundstücke warm zu halten. Da mundete der an Ständen angebotene Glühwein gut, und mit diesem versorgten einige Zuhörer/innen auch die Musiker. Als kurz vor 18 Uhr die Glocken der Elisabeth-Kirche erneut zum Kirchgang riefen; erklang zum Abschluss „Stille Nacht, heilige Nacht“. Dieses wohl bekannteste Weihnachtslied entstand am 24. Dezember 1818 in einem kleinen Dorf im Salzburger Land aufgrund einer Notlage am Heiligen Abend. Die Orgel der Dorfkirche hatte aufgrund grimmiger Kälte versagt. Kurzfristig komponierte und textete der Organist das Lied und ließ es erstmalig mit Gitarrenbegleitung in der Christmette erklingen, das schnell beliebt wurde. Hausierer und Wandermusikanten verbreiteten die Weihnachtsweise im deutschsprachigen Raum. In Niedersachsen soll es einige Jahre später erstmalig in der Isernhagener Marienkirche gesungen worden sein. Die Musiker des ECHO-Bläser-Ensembles wurden mit langanhaltendem Beifall belohnt, ehe sie ihre Instrumente einpackten und den Heimweg zu ihren Familien antraten. Viele Zuhörer nutzten die Gelegenheit zum Kirchgang in der Elisabeth-Kirche und besuchten die Christvesper mit Superintendent Martin Bergau, den Eliza-Singers und Kantor Arne Hallmann an der Orgel in der voll besetzen Kirche. Von deren Turm leuchtete der Stern von Bethlehem und verkündete symbolisch die frohe Botschaft: „Christus ist geboren, Friede auf Erden“. Herzlichen Dank sagt das ECHO dem Ensemble sowie den Geschäftsleuten, die ihre Schaufenster beleuchtet ließen und so den Musikern das Lesen ihrer Noten ermöglichten.