Festliche und weihnachtliche Klänge

Eine Kleinbesetzung des Blasorchesters wird an Heiligabend vor der Elisabethkirche weihnachtliche Lieder spielen.

Blasorchester der Stadt bot Programm mit Überraschungen

Langenhagen. Festliche und vorweihnachtliche Klänge ertönten in der stimmungsvoll geschmückten Elisabethkirche, in der das Blasorchester der Stadt Langenhagen im Rahmen des Weihnachtsmarktes konzertierte. Harald Sandmann, der Anfang des Jahres den Taktstock übernommen hatte, bewies mit seiner Stückauswahl ein geschicktes Händchen, so dass auch in diesem Jahr wieder die ein oder andere Überraschung für die Zuhörer dabei gewesen ist. Zur Eröffnung des Konzertes erklangen "Zwei Krönungsintraden" von Jiri Ignac Linek, die anlässlich der Krönung Kaiserin Maria Theresias im Jahr 1745 komponiert wurden. Mit dem Werk "Crith Mhonadh (Crimond Church Fantasia)", eine Originalkomposition für sinfonisches Blasorchester von Alfred Bösendorfer, ging die Reise ins nordöstliche Schottland. In sechs unterschiedlichen musikalischen Bildern, die das Orchester ansprechend präsentierte, wurde die Geschichte des kleinen Ort Crimond und deren Kirche erzählt. Mit der anschließenden Sonate in g-moll erfolgte der erste solistische Höhepunkt des Konzertes. Ursprünglich für Cello und Generalbaß von Henry Eccle komponiert, zeigten die beiden Berufsmusiker Jan Sandmann an der Tuba und der Oboist Michael Tewes an der Orgel ihr Können. Als weiterer Höhepunkt des Abends trug die junge Solistin Dahla Rodewald auf ihrer A-Klarinette souverän das Adagio aus dem Klarinetten-Konzert in A-Dur von Mozart vor. Begleitet wurde sie bei diesem Werk durch die Holzbläser, sowie zwei Hornisten des Blasorchesters. Doch auch das gesamte Ensemble konnte in dem folgenden Programmverlauf mit seinem Können bei den Zuhörern in der vollbesetzten Kirche punkten. Insbesondere ist hier die Arie "Nessun Dorma" aus Giacomo Puccini's Oper Turandot zu nennen, die durch die Musiker um Harald Sandmann sehr emotional dargeboten wurde. Melanie Vockeroth, die wieder einmal auf souveräne und sympathische Art und Weise durch das Konzert führte, lies es sich nicht nehmen, eine kleine Geschichte zu vorzulesen. In dieser zum Nachdenken anregenden Geschichte über ein kleines Mädchen und einen Weihnachtsengel, der für sie Posaune spielt, ging es um die Aussage „Advent ist die Zeit der Lieder und Geschichten“. Dieses Thema wurde auch sogleich von den drei Posaunisten des Orchesters und dem Dirigenten, der diesmal Tuba spielte, aufgenommen. Gemeinsam trugen sie die Melodie der Festmusik von Richard Wagner vor. Auch Corinna Fiedler, Sängerin und Saxofonistin des Orchesters, konnte wieder mit ihrer brillianten und klaren Stimme das Publikum verzaubern. Der Song "One tin soldier" , bei dem es um einen Schatz geht, der sich um die Botschaft "Frieden auf Erden" dreht, wurde extra für Corinna Fiedler und das Blasorchester der Stadt Langenhagen arrangiert und von Sängerin als auch Orchester hervorragend dargeboten. Ebenso begeisterte Corinna Fiedler mit dem Titel "Gabriellas Song" aus dem schwedischen Film "Wie im Himmel", der einen würdigen Abschluss eines stimmungsvollen und vorweihnachtlichen Adventskonzerts darstellte.
Mit diesem letzten grossen Konzert des Jahres 2015 verabschiedet sich das Blasorchester der Stadt Langenhagen nicht nur in die Weihnachtspause sondern blickt auch auf ein bewegtes Jahr zurück. Durch die Übernahme des Orchesters seitens Harald Sandmann, einem neuen Vorstand und vielen neuen Orchestermitgliedern gab es diverse Veränderungen in der Orchesterarbeit, die jedoch zukünftig die Basis für die musikalische Weiterentwicklung bilden sollen. In diesem Sinn sucht das Blasorchester der Stadt Langenhagen noch nach weiteren ambitionierten Musikern, die Lust und Zeit haben, mitzuspielen. Besonders wird für die Register Trompete, Posaune, Klarinette und Schlagzeug mit Schwerpunkt Stabspiele noch Verstärkung gesucht. Gerne kann die Kontaktaufnahme über den Geschäftsführer Gero Kretschmer, Telefon 0160 60 68 166 oder Internet www.blasorchester-langenhagen.de, erfolgen.
An Heiligabend wird übrigens in altbewährter Art und Weise eine Kleinbesetzung ab 17 Uhr vor der Elisabethkirche weihnachtliche Lieder spielen.