Feuerwehr ist kein Hobby, sondern eine Berufung

Eine weitere Sprosse auf ihrer Karriereleiter: Die frisch beförderten Feuerwehrfrauen- und männer und zwei, die ihr Leben in den Dienst der Feuerwehr gestellt haben, stehen vor der Drehleiter, dem heimlichen Star des Fuhrparks. Die Symbolik ist nicht zu übersehen.Foto: D. Lange

Ortsfeuerwehr Langenhagen musste 327 Mal ausrücken

Langenhagen (dl). Abgesehen von drei folgenschweren Ausnahmen war das Jahr 2014 im Grunde ein „ganz normales Jahr“ für die Ortsfeuerwehr Langenhagen. Insgesamt 327Mal mussten die Einsatzkräfte ausrücken. Davon 164 Brandeinsätze und 139 Hilfeleistungen. Der erste Alarm am 1. Januar wegen eines Buschbrandes und der letzte am 31. Dezember wegen eines außer Kontrolle geratenes Tischfeuerwerks. Die Einsatzliste des Jahres umfasst Wasserschäden, Brände aller Art, Türöffnungen, Fehlalarme aufgrund defekter Rauchmelder und Brandmeldeanlagen sowie Hilfeleistungen bei Bombenräumungen und Verkehrsunfällen. Drei Einsätze mit tragischem Ausgang waren für die Feuerwehrleute jedoch ganz besonders belastend. Da ist zum einen der Wohnhausbrand in Krähenwinkel Anfang Januar, bei dem zwar keine Personen verletzt wurden, das Haus aber brannte dabei vollständig aus. Dieser Einsatz für die Ortsfeuerwehren Krähenwinkel und Langenhagen war auch für die Brandbekämpfer nicht ungefährlich, denn nachdem das Erdgeschoss bereits gelöscht war, entzündete sich der Dachstuhl. Die Trupps, die sich im Obergeschoss befanden, konnten sich zum Glück gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Einen Monat später brachen auf einem Teich bei Schulenburg drei Kinder im Eis ein, von denen eines kurz darauf an den Folgen seiner schweren Unterkühlung starb. Auch der Wohnungsbrand in einem Hochhaus im Taunusweg endete tragisch. Bei dem Großeinsatz, an dem alle sechs Ortsfeuerwehren mit 130 Einsatzkräften plus Sanitätern und Notärzten beteiligt waren, wurden vier Personen verletzt, darunter eine 58jährige Frau, die aufgrund ihrer schweren Verletzungen im Krankenhaus verstarb. Einsätze dieser Art gehen wohl nicht spurlos an den Feuerwehrleuten vorbei. Im Jahresschnitt war der November mit 33 Einsätzen in der Stadt der arbeitsreichste Monat und von allen Tagen im Jahr kam der Freitag mit insgesamt 68 auf die meisten Einsätze. Neben den Einsätzen waren die 83 aktiven Mitglieder der Ortsfeuerwehr zusätzlich mit verschiedenen Lehrgängen und Übungen beschäftigt. Einen außergewöhnlich starken Zuwachs verzeichnet die Jugendfeuerwehr, die zur Zeit 30 Mitglieder hat, davon 24 Jungen und sechs Mädchen. Florian Köpke, der als Jugendwart einen großen Anteil an dieser erfolgreichen Nachwuchsarbeit hatte, gab sein Amt auf, welches Christopher Klein und Lars Sill von sofort an übernehmen. Bei den Kleinsten, der Kinderfeuerwehr, sind es derzeit 15 Kinder, die spielerisch und mit viel Spaß lernen, wie man Kerzen richtig anzündet und wie man sich im Brandfall richtig verhält. Wolfgang Hofmann hatte bereits im August sein Amt des stellvertretenden Ortsbrandmeisters an Moritz Fischer übergeben, jetzt machte auch Siegmund Gonsior nach 50 Jahren aktiver Feuerwehrarbeit, davon 13 Jahre als stellvertretender Stadtbrandmeister, den Weg frei für seinen Nachfolger Oliver Schütte. Eine besondere Ehrung erfuhren Werner Vogt (40 Jahre) und Jan Gonsior (50 Jahre) für ihre langjährige Feuerwehrmitgliedschaft. Der Langenhagener Ortsbrandmeister, Jens Heindorf, wurde zum Hauptbrandmeister befördert, Karsten Patz, Moritz Fischer und Oliver Schütte zum Hauptlöschmeister, Christopher Klein und Martin Borbach zum Löschmeister, Lars Sill und Sandra Köpke zum oder zur Hauptfeuerwehrmann/frau und Maik Lehmann und Anni Kreller zum oder zur Oberfeuerwehrmann/frau.