Feuerwehr rettet Bewohner

Mittels Drehleiter wurden die Bewohner des Hauses an der Berliner Allee gerettet. (Foto: S. Bommert)

Küchenbrand an der Berliner Allee

Langenhagen. Durch Piep-Geräusche eines Rauchmelders wurde eine Bewohnerin in der Nacht zu Sonnabend auf ein Feuer in ihrer Küche aufmerksam. Nach Ertönen der Rauchmelder war es ihr noch möglich, eigenständig die bereits leicht verqualmte Wohnung an der Berliner Allee zu verlassen und die weiteren Mieter zu warnen.
Um 0.07 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Godshorn zu dem Küchenbrand alarmiert. Ursache war nach Auskunft der Polizei eine nicht ausgeschaltete Herdplatte. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte befand sich eine Person im Dachgeschoss auf der Fensterbank. Im Dachgeschoss hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits derart viele Rauchgase gesammelt, dass trotz unmittelbarer Warnung die Wohnung nicht mehr über den Treppenraum verlassen werden konnte. Feuerwehrmänner bestätigten nach der Erkundung einen Brand in der Küche. Die Ortsfeuerwehr Schulenburg wurde vorsorglich mit weiteren Atemschutzgeräteträgern nachgefordert.
Der erste Atemschutztrupp wurde eingesetzt, um die Person mit einer Brandfluchthaube aus dem zweigeschossigen Gebäude zu retten. Beim Überziehen der Haube verspürte die eingeschlossene Person jedoch starkes Unwohlsein. Die Taktik wurde daher geändert, die Drehleiter aus Langenhagen nachgefordert und die Person bis zur Rettung von dem Atemschutztrupp betreut.
Währenddessen wurde durch einen weiteren Atemschutztrupp eine Brandbekämpfung eingeleitet. Über eine Leiter konnte das rückwärtige Küchenfenster der Hochpaterrrewohnung geöffnet werden. Mit wenigen Impulsen aus dem Hohlstrahlrohr wurde das Feuer schlussendlich bekämpft - ein Wasserschaden wurde so vermieden. Über die zwischenzeitlich eingerichtete taktische Ventilation war es möglich, das Treppenhaus rauchfrei zu schaffen. Die zugefallene Wohnungstür der Brandwohnung wurde durch einen weiteren Atemschutztrupp geöffnet und die Küche als auch die Wohnung mit der Wärmebildkamera überprüft.
Ein Bewohner weiste im Verlauf des Einsatzes auf seine vielzähligen exotischen Tiere hin, die noch in der Wohnung waren. Der Gerätewagen Tier der Ortsfeuerwehr Krähenwinkel wurde zunächst nachgefordert. Nach Begutachtung zeigte sich, dass die Tiere keiner Gefahr ausgesetzt waren, weshalb sie in der Wohnung belassen wurden.
Schlussendlich hatten sechs Personen Rauchgase eingeamtet. Zwei Personen wurden ambulant vom Rettungsdienst untersucht. Das Haus ist durch die Rauchgase derzeit unbewohnbar. Drei Bewohner wurden deshalb über Nacht in einem Langenhagener Hotel untergebracht, so der Bericht von Feuerwehrsprecher Stephan Bommert.
Unter der Einsatzleitung von Martin Erche Opitz waren 45 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit neun Fahrzeugen im Einsatz. Der Einsatz war gegen 2 Uhr beendet. An dieser Stelle wird wieder mal der Hinweis auf die bestehende Rauchmelderpflicht gegeben. Der Rauchmelder hat frühzeitig das Feuer bemerkt und die Bewohner vor weiterem Schaden beschützt.