Feuerzauber ohne Nachtfrost oder Regen

Gelungene Nacht der Lichter am Silbersee

Langenhagen (dl). Wer für einen kurzen Moment die Augen geschlossen hielt, wähnte sich mit etwas Phantasie an einem lauen Frühlingsabend im April. Und das im Spätherbst, mithin eine Jahreszeit, die normalerweise für Schmuddelwetter und erste Nachtfröste bekannt ist. Aber wie das Wetter auch immer sein mag, der Langenhagener an sich kommt, außer vielleicht bei Dauerregen, dennoch gerne zur Nacht der Lichter und genießt die Atmosphäre an seinem Hausgewässer mit Fackeln am Strand, den unzähligen, teils selbstgebastelten Laternen der Kinder und den bunten Lichtern und Scheinwerfern am DLRG Haus. Es ist eben immer wieder ein Familienfest für Groß und Klein, das die DLRG-Langenhagen als Veranstalter der bunten Herbstsause, dort alljährlich auf die Beine stellt. Für gewöhnlich und so auch in diesem Jahr startete das Fest mit zwei Laternenumzügen, von denen sich der eine Zug vom CCL aus in Richtung Silbersee bewegte und der zweite führte diesmal nicht wie sonst üblich um den See herum, sondern auf einer improvisierten Route entlang der Bothfelder Straße und zurück. Der Grund dafür ist die fortdauernde Suche nach Munitionsresten am gegenüber liegenden Seeufer. Begleitet wurden die beiden Züge, und auch das hat Tradition, auch diesmal wieder jeweils vom Musikcorps Langenforth und dem Musikzug Wunstorfer Auetaler. Zur Unterhaltung der Besucher und um die Wartezeit auf das Feuerwerk ein wenig zu verkürzen, zeigten zwei Feuerkünstler im Lauf des Abends, begleitet von mittelalterlicher Musik, ihre heiße Show als Feuerspucker und mit diversen brennenden Fackeln. Das Höhenfeuerwerk schließlich, zum Abschluss des Abends, ist wie immer auch der Höhepunkt der Nacht der Lichter am See. Allerdings schwebt derzeit ein Fragezeichen über dem Feuerwerk, das die DLRG sowohl bei der Nacht als auch beim Seefest im Sommer zeigt. Bisher konnte deren Finanzierung durch Sponsoren sichergestellt werden. Durch den Rückzug eines dieser Sponsoren allerdings entstand für den Veranstalter eine Finanzierungslücke, die die DLRG auf Dauer alleine nicht ausgleichen kann. Daher sind die Verantwortlichen zur Zeit auf der Suche nach einem neuen Sponsor, um diesen wichtigen und allseits beliebten Teil des Programms auch in Zukunft zu erhalten und anbieten zu können.