Fit for Future

Podiumsdiskussion zum Thema Digitalisierung in der Logistikbranche (von links): Stefan Iskan, Uni Ludwigshafen, Kurt Leidinger, Vorstand (CEO) der Schenker Deutschland AG, Frank Partjens, Wabco, Christian Schulz, Leiter Geschäftsstelle Hannover, Marcel Vogler, Vorstand Landverkehr der Schenker Deutschland AG. (Foto: D. Lange)

DB Schenker Logistik nimmt neues und leistungsfähiges Umschlag-Terminal in Betrieb

Langenhagen (dl). Wie zuvor schon der benachbarte DHL Express Dienstleister hat auch die DB Schenker AG mit einem neuen und leistungsfähigeren Umschlagterminal im Airport Business Park Ost zusätzliche Kapazitäten für ein stetig wachsendes Frachtaufkommen geschaffen. Auf dem etwa 70 000 Quadratmeter großen Grundstück an der Münchner Straße entstand nach nicht ganz einem Jahr Bauzeit ein Cross-Dock-Terminal mit 109 Ladetoren nach modernsten ökologischen und energetischen Standards,worauf man bei der DB Schenker besonders stolz ist. Das Terminal wird komplett über Erdwärme klimatisiert und die Beleuchtung in der Halle, auf dem Hof und in den Büros erfolgt ausschließlich mit energiesparender LED-Technik. Die Halle ist zudem komplett gefahrstofftauglich durch Folien zur Löschwasserrückhaltung unter dem Estrich und zum Schutz vor Schwitzwasserbildung sind die Fahrwege in der Halle aus Gründen der Arbeitssicherheit beheizt. Ein Großteil der Belegschaft von 360 Beschäftigten wechselte vom bisherigen Standort an der Bayernstraße in das neue Terminal. Der neue Standort am Flughafen ergänzt den bestehenden in der Bayernstraße, wo 8.000 Quadratmeter Hallenfläche und das Hochregallager zur Verfügung stehen und zur Zeit modernisiert werden. „Mit beiden Standorten stellen wir uns in Langenhagen neu auf, um Fit für die Zukunft zu sein“ sagte der Leiter der DB Schenker Geschäftsstelle Hannover, Christian Schulz. Für den Vorstandsvorsitzenden der Schenker Deutschland AG, Kurt Leidinger ist die Investition in den Standort ein klares Bekenntnis zum Systemverkehr der DB Schenker. „Dabei ist Logistik nicht sexy. Jeder spricht darüber, wir auch. Logistik ist nicht immer attraktiv oder erwünscht. Und doch sind es die Spediteure, die die Verbindung herstellen zwischen dem Mausklick im Webshop und dem Empfänger“. Die Einweihung des neuen Terminals bildete zugleich den Rahmen für eine Vortrag zum Thema „Industrie 4.0“ mit anschließender Podiumsdiskussion über die Auswirkungen der Digitalisierung für die Logistikbranche. Stefan Iskan von der Hochschule Ludwigshafen stellte in seinem Vortrag fest: „Protektionismus war gestern. Industrie 4.0 bedeutet auch, alles ist offen und miteinander vernetzt. Sozusagen vom LKW-Trucker zum Netzwerkanalysten. Die Schenker AG beschäftigt europaweit rund 25 000 Mitarbeiter und auch künftig gelte, der Faktor Mensch bleibt unverzichtbar. Daher dürfe bei aller Digitalisierung der Mensch nicht vergessen werden. Leidenschaft für das eigene Geschäft wird man von gering qualifizierten Paketzustellern an der Grenze zum Mindestlohn nicht erwarten können.