Flächenbrand und Flugfeuer breitete sich aus

Rasend schnell breiteten sich die Flammen auf den Feldern kurz vor Schadehop aus. Eine riesige Rauchwolke hing in der Luft. (Foto: A. Wiese)

Flughafen-Feuerwehr schickte "ihren Panther" zu Hilfe

Wedemark-Langenhagen (gg). Bei der Getreideernte ist am Montagmittag gegen 12 Uhr ein Flächenbrand zwischen Wiechendorf und Brelingen, westlich der K103, entstanden, der sich mit dem frischen Wind bedrohlich ausbreitete. Lodernde Flammen erstreckten sich auf zehn Hektar Fläche, Flugfeuer sorgte für Brisanz beim Anrücken der rund einhundert Feuerwehrmänner aus allen Wedemärker Ortsfeuerwehren. Über die Einsatzleitstelle der Region Hannover wurde zudem aus Langenhagen „der Panther“ der Flughafen-Feuerwehr, ein Tank-Löschfahrzeug mit zwei Mann Besatzung und 12.500 Liter Wasser an Bord, zu Hilfe geschickt. Inzwischen hatte das Feuer auf einen angrenzenden Wald übergegriffen, fünf Hektar standen in Flammen. Dank des schnellen Eingreifens der Ortsfeuerwehren konnte ein weiteres Ausbreiten verhindert werden. Landwirte aus der Umgebung halfen mit eigenen Tankfahrzeugen bei der Benässung des Umfelds. Bei den Löscharbeiten stürzte ein Feuerwehrmann und zog sich dabei leichte Verletzungen zu. Ein Rettungswagen brachte ihn in eine Klinik. Während „der Panther“ um 19 Uhr wieder abfuhr, begann für die Feuerwehrmänner der Ortsfeuerwehren eine lange Nacht. Mit Schichtwechsel gruben 15 Einsatzkräfte Glutnester auf und löschten aus Wasserrucksäcken. Diese Arbeit wird nach Auskunft von Feuerwehrsprecher Michael Hahn mehrere Tage andauern. Auch in Holz festgefressene Glut müsse freigesägt und gelöscht werden. Am Dienstagvormittag knallte im Umfeld dieser Arbeit Munition, der Kampfmittelräumdienst wurde tätig.
In der Ortsfeuerwehr Kaltenweide ist die Nachricht vom Flächenbrand in der Wedemark am Montag mit Obacht zur Kenntnis genommen worden. Angesichts des Ausmaßes war eine Nachalarmierung nicht unwahrscheinlich. Unterdessen gab es am Montag um 16.53 Sirenen-Alarm. Einsatzort war jedoch nicht, wie erst zu vermuten, Brelingen, sondern Kananohe – auch hier unter dem Stichwort Flächenbrand. Innerhalb weniger Minuten waren 15 Einsatzkräfte mit drei Fahrzeugen unter Einsatzleitung von Florian Köpke vor Ort. Zwischen einem Maisfeld und einem angrenzenden Garten hatte sich Gestrüpp auf rund 50 Meter Länge entzündet. Vielleicht hat hier schon eine Glasscherbe gereicht, um in der prallen Sonne über die Brennglaswirkung den Brand zu entfachen, so der erste Eindruck vor Ort. Anlieger halfen beim Löschen mittels Gartenschlauch tatkräftig mit. Der Schreck blieb, auch unter den Eindrücken des Flächenbrands in der Wedemark.