„Fleißig und umsichtig“

Edda Kremer (links) mit Anita Ebernickel, stellvertretende Pflegedienstleiterin der Station und Pflegedienstleiterin Christine Wehrmann-Renn im Kreis der Mitarbeiter der Station. (Foto: G. Gosewisch)

Edda Kremer geht in den Ruhestand

Langenhagen (gg). Auf 55 Berufsjahre als Krankenschwester blickt Edda Kremer zurück, 30 Jahre war sie eine feste Institution in der Gemeindealtenpflege des DRK in Langenhagen. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde sie für ihr Wirken geehrt. Thomas Dettmer, Vorstand der DRK-Region Hannover sprach seinen Dank aus. Gern skizzierte er für die Mitarbeiter des Pflegedienstes ihren Werdegang mit viel Humor und spiegelte damit die Heiterkeit, die Edda Kremer menschlich auszeichnet. Ihr Lachen ist ansteckend, sorgte auch bei der Feierstunde für eine sehr gute Stimmung. „Die meisten Erinnerungen sind sehr schön, manche sind sehr traurig, aber meine Arbeit habe ich vom ersten Tag an immer gern gemacht,“ resümiert sie selbst.
Ihr Werdegang war nicht immer leicht. Als Kind des Krieges wurde sie im Herbst 1945 eingeschult, wuchs in Ostfriesland auf. Sie begann 1958 die Ausbildung zur Krankenschwester in Bremerhaven und schloss die mit Diplom 1961 ab. Nach drei Jahren Tätigkeit in Reykjavík, Island, ging es zurück nach Deutschland. Lange Station machte sie ab 1965 in Brake an der Unterweser, wo sie 14 Jahre lang die Ausbildung der Schwesternhelferinnen für das Gebiet Süd-Niedersachsen leistete.
Mit dem Ziel „wieder näher am Patienten zu arbeiten“, wie sie sagt, nahm sie nach kurzen Zwischenaufenthalten ihren Dienst in der Martinsgemeinde Engelbostel als Gemeindschwester auf. Sie war damit Teil der Sozialstation, eine Arbeitsgemeinschaft gebildet aus einer Kooperation von Diakonie und DRK. Im Jahr 1995 übernahm das DRK die alleinige Trägerschaft und „Schwester Edda hat die Gemeindealtenpflege mit begründet“, sagt Dettmer und lobt, „ihre
Arbeit leistete sie mit Beständigkeit, Umsichtigkeit Ehrlichkeit, Liebe und Freude. Sie hatte das vollste Vertrauen der Patienten.“