„Flüchtlinge bleiben gelassen“

Sozialdienst arbeitet flexibel, aber Hilfe gesucht

Langenhagen (gg). Einblick in den Sozialdienst-Arbeitsalltag lieferten Doris Lange und Heidi von der Ah in ihrem Bericht für die Mitglieder des Sozialausschusses. Aufwendig ist die Betreuung von syrischen Flüchtlingen und Asyl-Suchenden bei ihrer Ankunft. „Wir haben Glück, wenn sie vormittags ankommen, dann haben wir noch eine Chance, Wege wie zum Jobcenter oder zur Bank mit ihnen zusammen erledigen zu können“, erklärt Heidi von der Ah. Anmeldung im Bürgerbüro, bei der Krankenkasse, bei Schulen oder Kitas, bei der Kindergeldstelle und vieles mehr begleiten die städtischen Mitarbeiterinnen, sind persönlich zusammen mit den Flüchtlingen unterwegs – auch hierfür ist wieder ein Fahrdienst zu organisieren. „Kleine Kinder sind dabei, da kommt es schon mal vor, dass wir eines auf den Schoß nehmen müssen. Es ist erstaunlich, wie gelassen die Flüchtlinge bleiben, schließlich wissen sie ja oft gar nicht genau, was mit ihnen geschieht“, erklärt die Fachbereichsleiterin und spricht die nach wie vor größte Hürde an, die Sprachbarriere. Menschen aus mehr als 15 verschiedenen Herkunftsländern bringen entsprechend viele Muttersprachen, aber fast keine Englisch-Kenntnisse mit. Das sei auch schwierig, wenn eine ärztliche Versorgung nötig wird. „Sie haben das bisher gepackt, dann packen Sie das weiterhin“, lobte der Sitzungsvorsitzende Willi Minne mit Blick auf die prognostizierten Zahlen, denn für das Jahr 2014 wird es einen Zuzug von insgesamt rund 250 Personen geben. Unterkünfte und ehrenamtliche Übersetzer werden nach wie vor dringend gesucht. Meldungen dazu nimmt der Sozialberatungsdienst, Schützenstraße 2, gerne entgegen.