Flüchtlinge in der Brandschutzakademie

Fredermann kritisiert Innenminister-Entscheidung

Langenhagen. Der CDU-Landtagsabgeordnete im hiesigen Wahlkreis Rainer Fredermann kritisiert die Entscheidung von Innenminister Pistorius, den Lehrbetrieb der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) auf unbestimmte Zeit einzustellen, um an den Standorten Celle und Loy Flüchtlinge unterzubringen. Bereits zuvor hätten zahlreiche Stadt- und Gemeindebrandmeister über die unzureichenden Ausbildungskapazitäten berichtet. Bereits jetzt müssten auch in Langenhagen die Feuerwehrleute bis zu drei Jahre auf einen Lehrgangsplatz an der NABK warten. Nun sei vollkommen unklar, wie die Ausbildung und Qualifikation auf kurze und lange Sicht gewährleistet werden soll. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum gerade eine für das Ehrenamt in der Feuerwehr so wichtige Landeseinrichtung geräumt wird, während andere Liegenschaften nach wie vor leer stehen“, meint Rainer Fredermann.
Wie der Landtagsabgeordnete erklärt, sei zudem völlig unklar, wie der jetzt zusätzlich wachsende Stau in der Lehrgangszuteilung an die Feuerwehren gelöst und Ausbildungsfristen eingehalten werden sollen: „Gerade die Führungslehrgänge zum Gruppen- und Zugführer erfolgen in zwei aufeinander aufbauenden Teilen. Was passiert, wenn der Lehrgangsbetrieb längerfristig ausgesetzt wird und bereits abgeschlossene Ausbildungsteile ihre Gültigkeit verlieren? Hier bleiben drängende Fragen offen, auf die alle freiwilligen Feuerwehrleute vollkommen zu Recht eine Antwort erwarten.“ Um hierzu eine belastbare Auskunft zu erhalten, sei eine entsprechende Anfrage an die Landesregierung in Planung.