Flüchtlinge in Godshorn

Standorte für Unterkünfte vor der Abstimmung

Godshorn (gg). Die Standort-Diskussion zur Flüchtlingsunterkunft an der Straße Am Moore in den jüngsten zwei Ortsratssitzungen ist Ortsbürgermeister Willi Minne noch gut in Erinnerung: "So was brauchen wir nicht nochmal." Die Einwohnerfragestunden eskalierten nahezu, als einige Anwohner mit Beschuldigungen argumentierten. Willi Minne wurde mit dem Vorwurf konfrontiert, sich im Rat nicht für die Godshorner Belange einzusetzen. „Das ist falsch“, sagt der Ortsbürgermeister im Gespräch mit dem ECHO. Nun, vor der Ratssitzung am Montag, 18. April, habe es eine Abstimmung in der SPD-Ratsfraktion zum Thema gegeben. Aber „die Mehrheit wird für den Bau der Unterkunft Am Moore stimmen, ich werde dagegen stimmen“, kündigt er an. Jedermann müsse einsehen, dass sich die Stadtverwaltung auf den Zuzug von Flüchtlingen vorbereiten muss. Als nicht gut beschreibt Willi Minne den Ablauf der hitzigen Diskussionen in Godshorn. „Nicht gelungen“ sei es, die Kritiker „in das Boot zu holen“. Wiederholen werde sich so etwas aus seiner Sicht nicht, denn: „Ich gehe davon aus, dass in Godshorn, außer am Standort Am Moore, keine weitere Flüchtlingsunterkunft gebaut wird“.
Ein zweiter Godshorner Standort für eine neue Flüchtlingsunterkunft an der Desbrocksriede ist von der Stadtverwaltung zwar ausgewiesen, wurde im Godshorner Ortsrat aber nicht behandelt - ein Versehen in der Sitzungsorganisation. Willi Minne und Marc Köhler, SPD-Fraktionsvorsitzender im Rat, äußerten im Gespräch mit dem ECHO starke Bedenken. Der Standort Desbrocksriede sei zu weit ab vom Ortskern und daher nicht geeignet, wenn Integrationsmaßnahmen für Flüchtlinge gelingen sollen.
Die Ratssitzung am Montag, 18. April, beginnt um 18 Uhr im Ratssaal, Marktplatz 1, mit der Einwohnerfragestunde.