Flüchtlingscamp al Za’atari

Bau der Sanitäreinheiten. (Foto: THW)

THW Langenhagen im Syrien-Einsatz

Langenhagen. Der Architekt Fabian Müller, THW Hannover-Langenhagen, kümmert sich als Camp-Experte im Auftrag des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) um den Bau des Camp al Za´atari. Seine Aufgaben sind Bauleitung, Mängelbeseitigung, Abnahmen und Rechnungsprüfung, hierbei speziell um das Modul WASH (WaterSanitationHygiene).
Der Flüchtlingsstrom aus Syrien in die Nachbarländer reißt nicht ab. Rund 65.000 Flüchtlinge leben mittlerweile im Camp al Za´atari. Das THW-Team arbeitet ununterbrochen daran, die Lebensbedingungen der Flüchtlinge in der Zeltstadt zu verbessern.
Im Schnitt haben allein in Jordanien bislang 250.000 Menschen Zuflucht gefunden. In den vergangenen Tagen kamen zwischen 800 bis 2.000 neue Flüchtlinge pro Nacht in die jordanische Zeltstadt. Mehr als 100.000 Flüchtlinge sind offiziell registriert, rund 65.000 davon leben im Camp. Das THW setzt im Auftrag des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) alles daran, die Bedingungen und den Alltag der Flüchtlinge im Camp zu verbessern. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem, weitere Sanitäranlagen zu errichten und bestehende instand zu halten sowie das Drainagesystem auszubauen. Damit sollen Überschwemmungen wie im Januar verhindert werden.
Bislang zieht das THW eine positive Bilanz seiner Projektarbeit in Jordanien: 417 Sanitäreinheiten mit rund 1.000 Toiletten und Duschen wurden seit Eröffnung des Flüchtlingslagers im Juni 2012 errichtet. Hinzu kommen fast 150 Kücheneinheiten mit jeweils zwei Gemeinschaftsküchen. Mittlerweile waren über 110 THW-Kräfte im Einsatz. Finanziert wird das Projekt durch das Auswärtige Amt, UNICEF und das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR).