„Fördermittel kommen hier nicht an“

Unter 22 Arbeitsgemeinschaften, koordiniert von Waltraud Blanck (rechts), können die Grundschüler in Engelbostel wählen. Ortsbürgermeisterin Gudrun Mennecke übt im Team der Lesefüchse mit den Schülerinnen und Schülern regelmäßig. Marco Brunotte schaut sich das Angebot an. (Foto: G. Gosewisch)

Marco Brunotte prüft Modell Ganztagsschule

Engelbostel (gg). Bei seinem jährlichen Informationsaustausch an der Grundschule Engelbostel erfuhr Marco Brunotte, SPD-Landtagsabgeordneter und Langenhagener Ratsherr, nun von Stefanie Haller, Leiterin der Grundschule, ganz unumwunden: „Die neuen zusätzlichen Fördermittel des Landes für Ganztagsschulen kommen bei uns nicht an.“ Im Gegenteil, mit diesen Fördermitteln, einhundert Millionen für Niedersachsen für Ganztagsschulen, ändere sich der Berechnungsschlüssel für Lehrerstunden. „Von 105 Prozent Unterrichtsversorgung fallen wir auf dem Papier dadurch auf 96 Prozent. In der Betreuungspraxis ändert sich an dieser Schule aber trotzdem nichts“, erklärte die Schulleiterin. Ein komplexer Rechengang steht dahinter. Zu beachten sei zudem, dass das Land Niedersachsen das Betreuungsangebot einer Ganztagsschule auf drei Nachmittage und ohne Ferienzeiten definiere. In Engelbostel werden die Schüler aber an fünf Tagen in der Woche und in insgesamt drei Ferienwochen in Obhut genommen. Zusätzliche Früh- und Spätdienste ergänzen die tägliche Betreuungszeit von 8 bis 15 Uhr. Wichtige Informationen für Brunotte, der ein Nachsteuern des Kultusministeriums für wünschenswert hält. Der Hinweis der Schulleiterin, dass ohne die finanzielle Unterstützung des Schulbetriebs aus dem Haushalt der Stadt Langenhagen das laufende Modell nicht zu halten sei, nahm Brunotte zudem mit.

Unter 22 Arbeitsgemeinschaften, koordiniert von Waltraud Blanck (rechts), können die Grundschüler in Engelbostel wählen. Ortsbürgermeisterin Gudrun Mennecke übt im Team der Lesefüchse mit den Schülerinnen und Schülern regelmäßig. Marco Brunotte schaut sich das Angebot an.