Forderung Nachtflugverbot

Interessengemeinschaft Lärmschutz aktiv

Langenhagen. Auf Vermittlung von Marco Brunotte, Landtagsabgeordneter für den hiesigen Wahlkreis, trafen sich nun Vertreter der Interessengemeinschaft Lärmschutz Südbahn mit Daniela Behrens, Staatsekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft und Verkehr im Landtag. Erika Becker (Vorstandsmitglied im Umweltschutzverein in Isernhagen und Umgebung), Holger Zenz (Sprecher der Interessengemeinschaft Lärmschutz Südbahn), Hellmut Pulver (stellvertretender Sprecher der Interessengemeinschaft Lärmschutz Südbahn), Matthias Gleichmann (Ratsherr in Langenhagen und Mitglied der Fluglärmschutzkommission für Langenhagen) gaben ihrer Forderung nach einem Nachtflugverbot und einer Lärmminderung am Flughafen Hannover, damit einer Revision der "Rösler-Nachtflug-Betriebsgenehmigung" für den Flughafen (bis Ende 2019), Ausdruck.
Daniela Behrens äußerte die Absicht an der „Rösler-Nachtflugregelung“ aufgrund der bestehenden Genehmigungslage festzuhalten, sich aber gleichzeitig für eine Lärmminderung einsetzen zu wollen. Auch wolle man die noch nicht erstellte bundesweite Lärmstudie NORAH abwarten. Die Interessengemeinschaft will die aktuelle Flughafen-Nachtflugbetriebsgenehmigung, die eine ungewöhnlich lange Laufzeit von zehn Jahren erhalten hat, einer rechtlichen Prüfung unterziehen.
Einvernehmlich wurde besprochen, dass der Dialog in jedem Fall ausgebaut werden soll und eine „Plattform“ für gemeinsame weitere Gespräche zu gründen sei.
Diesem Vorhaben folgend wird es ein weiteres Treffen noch vor den Sommerferien geben. "Man hatte den Eindruck, dass mit Einzug der neuen SPD/Grünen Regierung eine motiviertere Haltung im Ministerium zum Flug-Lärmschutz an den Tag und hoffentlich auch für die Nacht in der Region Hannover gelegt wird. Frau Behrens strebte sichtlich eine verbesserte Moderation in dieser Thematik im Vergleich zur Vorgängerregierung an, wobei ihr bewusst sein dürfte, dass reine Gesprächsrunden ohne nennenswerte Maßnahmen den Einstiegs-Kredit der neuen Landesregierung an dieser Stelle schnell verblassen lassen. Dass das Ministerium im Rahmen unseres Erstgesprächs noch mit vom Flughafen Hannover in Werbemanier erstellten Folien die Argumentation eines geringen Nachtfluglärms über die letzten zwei Jahrzehnte per Prozentangabe untermauern wollte, sollte sich dann hoffentlich nicht mehr wiederholen. Für die weitere Zukunft setzen wir auf eine wahrhaftige und ergebnisorientierte Behandlung des extrem belastenden Themas Fluglärm durch die neue Landesregierung und das Aufsichtführende Ministerium unter Leitung von Minister Olaf Lies", erklärt Holger Zenz, Sprecher der Interessengemeinschaft Lärmschutz Südbahn.